Nachdenken über Geld
To get a Google translation use this link.
Als ich mit meiner lieben Bekannten am 30. August im RAW herumstromerte, habe ich auch etwas fotografiert, das 29 Jahre alt ist. Auf einem Fensterbrett in einem der Gebäude lag etwas, das ich sehr, sehr genau kenne. Wenn ich ehrlich bin, war er mir lieber als seine Geschwister aus dem Westen, allerdings nur, weil er so wunderbar leicht war. Er war auch viel leichter als jetzt die Nachfolger seiner Geschwister sind. Ich weiß nicht, ob etwas, das mehr wert sein soll oder mehr wert ist, auch unbedingt schwerer sein soll oder muß.
Unser Geld damals mag international nicht viel gegolten haben. Und es mag auch gern über die auch in meinen Augen übertriebene Subventionspolitik geschimpft werden. Innerhalb der DDR konnte ich damit aber zu wirklich niedrigen Preisen kaufen, was ich zum Leben brauchte. Und wie ist es heute? Das, was wirklich notwendig ist, steigt ständig im Preis. Brot, Butter, Kartoffeln, Reis, Obst und Gemüse, Milch und Eier, Energie, Nahverkehr, Kultur. Vor kurzem las ich, die Peise für Lebensmittel, Energie und Heizung seien überproportional gestiegen. Und nur die Preissenkungen bei Unterhaltungselektronik und Luxusgütern verhinderten einen entsprechenden Anstieg des Verbraucherpreisindexes bzw. der Inflation.
Naja, lange werden wir ja kein Bargeld mehr haben. Gibt es doch jetzt schon Bestrebungen, die Bürgerüberwachung auszuweiten und nur noch unbare, also Kartenzahlungen bzw. Überweisungen und Lastschriften und Einzüge zuzulassen. Damit auch ja jeder ausgegebene Cent und eingenommene Euro von allen möglichen und unmöglichen Behörden nachvollzogen werden kann.
Hach ja. Damals™ waren eben andere Zeiten. Und auf daß es besser, nein: Auf daß es gut werde, haben wir etwas unternommen. Nur wird es jetzt immer besser und immer besser – aber nichts, nichts wird gut. Die armen Besserverdienenden (weit mehr als 3500 Euro Brutto im Monat) werden ab 2014 wegen der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen bis zu 250 Euro (bei > 5000 Euro je Monat) jährlich mehr an Kranken- bzw. Rentenversicherung zahlen … Also bis zu grob geschätzt 0,42% des Jahreseinkommens. Oh weh. (Keine Sorge, ich gönne den Menschen ihr erarbeitetes Einkommen, aber ich verstehe nicht deren Gejammer wegen solcher Beträge: Ob ich 40.000 Euro im Jahr zur „freien“ Verfügung habe oder 39.750 Euro macht für mich keinen Unterschied, es ist immer mehr als ich brauche.)
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 16. Oktober 2013 waren leckerer Tomatensalat und wunderbarer Grusinischer Tee.
© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehten unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
290 / 365 (WP-count: 434 words)



So einen Pfennig habe ich noch nie gesehen! Schönen Dank für das Foto. Und die Beschreibungen von „früher“.
Was ist Grusinischer Tee?
Ein DDR-Pfennig der 3. Generation. Die Vorgänger kenne ich auch noch, die waren feiner in der Prägung, wurden 1972 (?) abgelöst. Es gab bei uns keine Zweier, aber seitdem Zwanzig-Pfennig-Stücke (Messing, einzige schwere Kleinmünze).
Grusinischer Tee ist Schwarzer Tee aus Grusinien, also Georgien, zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus. Ist ein sehr aromatischer, erstklassiger Hochlandtee. Mit Kirschkonfitüre gesüßt beinahe unübertroffen.
Nicht Alles war damals preiswert, aber die wichtigsten Lebensmittel. Brot 62 Pfennige, Weissbrot 0,50 M, Brötchen 5 Pfennige, Miete Dreiraumwohnung 68,- M… Aber ein Farbfernsehapperat zwei 4.200… 6.300 M und 500g Trinkfix 8 M. Aber man könnte auch als Erwachsener auf den LPG s bei Ernten Geld dazu verdienen und die Preise waren stabil und Ausgaben berechenbarer… Das mit den bargeldlosen Verkehr, wie Du schreibst, wird wohl für die sozial Entrechteten ein weiteres Instrument der Gängelung und Unterdrückung.
Ist ja hier auch so. Unterhaltungselektronik wird immer günstiger, jedoch die Dinge fürs alltägliche Leben immer teurer. Beim einkaufen fürchte ich mich schon jedes Mal vor dem Gang zu Kassa.
Und leider ist es so, dass bei uns in Österreich Lebensmittel noch teurer sind, als in Deutschland.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/765203/Oesterreich-ist-teurer-als-Deutschland
LG Gabi
Die Strompreisanhebung ist doch gerade wieder das beste Beispiel für Abzocke. Strom war noch nie so billig wie jetzt, aber an die Haushalte wird das nicht weitergegeben, da die Stromwirtschaft um ihre Pfründe bangt. Und so ist es überall. Wo auf Lebensmittel spekuliert werden darf, kann niemand ernsthaft erwarten, dass Grundnahrungsmittel oder das Recht auf bezahlbaren Wohnraum… ach, ich rege mich schon wieder auf!
Ja, und weil mich sowas aufregt hat, habe ich NICHT gewählt, daß eine große Koalition so weiterwurschteln soll unter „Muddi“ wie es bisher lief. Pispers hat da schon Recht: 66% der Deuteche wollen eine große Koalition, und kanpp 70 % wollen, daß die das Parteiprogramm DER LINKEN durchsetzt.
Dann sollten sie auch die Linken wählen, ist doch ganz einfach!!! Ich habe nach der Wahl mal geschaut, wie unser Wahlbezirk gewählt hat. Das hier die Rechten ein zweistelliges Ergebnis erzielen würden, war mir klar (kenn ja meine Nachbarn). Gefreut hat mich allerdings, dass auch die Linken zwei Stellen vor dem Komma hatten.
Ich hoffe (!) ja noch auf Neuwahlen.
Dann bekommen die Gelben aber ihren Mitleidsbonus
Es wird keine geben. Die SPD hält mal wieder die Steigbügel.