Zweifel (#315)

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Ich war den ganzen Tag – und bin es noch – im Nachdenken gefangen über meinen Text von gestern, vom 9. November 2012, über die Reaktionen darauf, über meine vielen Vertipfehler.

Darüber, ob ich mich vielleicht mißverständlich äußerte. Darüber, ob meine Beweggründe zur Teilnahme an den Protesten 1988/1989 vielleicht doch nicht richtig waren.

Darüber, ob ich vielleicht doch einen anderen Grund hatte, Silvester 1987 aus der SED auszutreten, als mein Nichtmehreinverstandensein mit der Art und Weise der Umsetzung dieser Idee „Sozialismus“.

Und wie da alles eins ins andere greift! Ausgrenzung / Inklusion nicht nur partei-, bildungs- und herkunftsbezogen, sondern dann auch erkrankungsbedingt.

Und über Eisler und Brecht denk‘ ich nach. Und über die Unendlichkeit meines Seins.

 

Der Zweifel. Wenn nur der Zeifel nicht wär.

«Zweifel schläfert man ein, indem man Hoffnungen weckt.»
(Gerhard Uhlenbruck, von einem Kalenderblatt abgeschrieben.)

Einschläfern allerdings mag ich die Zweifel ganz sicher nicht …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 9. November 2012 war der Besuch der Saale-Messe.

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315 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 212 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Zweifel (#315)

  1. Frau Momo sagt:

    Ohne die Zweifler in diesem Land wären wir um so vieles ärmer!

  2. Margot sagt:

    Hallo, lieber Emil, Du musst keine Zweifel haben. Deine Worte waren angemessen, auch die Reaktionen. In der Partei war ich nie, aber ich habe keinen FDGB-Beitrag mehr gezahlt und bin nicht zur Wahl gegangen. Wir wollten einfach Freiheit nach allen Seiten spüren, nicht nur in Richtung Osten. Keinen Sozialismus mit Gängelei, wenn auch die Richtung stimmte. Nur haben wir, jedenfalls ich, nicht glauben können, dass nach einer Vereinigung so viel Ungerechtigkeit herrschen kann. Wir wurden oft genug vor einem Raubtier-Kapitalismus gewarnt. Wir wollten nicht hören, nun spüren wir ihn am eigenen Leib, leider. Besonders stark, weil wir den sozialen Idealismus nicht verloren haben, wir sind eben nicht Merkel oder Gauck. Entschuldige bitte, dass ich immer „Wir“ schreibe, aber so lässt es sich besser schreiben. Noch etwas, jeder Mensch hat ein Recht auf seine Zweifel …also Du auch.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Margot

    • Der Emil sagt:

      Ja, das „Wir“ paßt.

      • Grüß dich Emil!
        Ich denke, dass Mensch sich nicht fertig machen lassen darf vom Zweifel.
        Aber ich denke auch dass ein bisschen *zweifeln* nicht unbedingt schlecht ist.
        Wer zweifelt denkt nach, wer nach-denkt bekommt neue Erkenntnisse und die sind ja immer gut, wichtig und richtig…
        In diesem Sinne alles Liebe, alles Gute!
        HERZ-lichste Grüße ais Oberösterreich
        M.M.

  3. nextkabinett sagt:

    Reblogged this on Rund um den Kabinettstisch und kommentierte:
    Adorno sagt: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ In solchen Fragen gibt es kein richtig oder falsch. Es war wie es war …

  4. Mein lieber Emil, Ich will mal so sagen, Zweifeln & wieder Hoffen kenn ich selbst auch.

    Hab ich in dem Zusammenhang denn auch Bertolt Brecht singt sein ‚Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens‘ – Kurt Weill gesucht & gefunden. hehe

    Also, trotzalledem, lg claus und erholsames Wochenende

  5. Gudrun sagt:

    Lieber Emil, Menschenskind, warum zweifelst du denn? Warum nimmst du manchmal etwas zurück, was du zuerst geschrieben hattest, schreiben wolltest?
    Du bist ein ganz kluger, feinfühliger Mensch mit einem großen Interesse an einer besseren Gesellschaft. Das bedarf keiner Rechtfertigung.
    (Ich bin leider spät dran. Ich war arbeiten.)
    Gruß von gleich nebenan.

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