19. Oktober 1981 (#203)

Kein besonderes Datum. Mehr als 20 Jahre danach.

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Beim Aufräumen bin ich, beim Aufräumen in meinen Schränken und in meinem Hirn. Beim Sortieren von Papier fand ich auch ein kleines uraltes Notizbüchlein.

Notizbuch

Notizbuch – Anklicken zum Vergrößern

Eines von denen, in die ich mir «schöne Sätze» notierte. Immer aus Büchern, die ich las.

Seiten aus dem Notizbuch

Seiten aus dem Notizbuch – Anklicken zum Vergrößern

Diesmal weiß ich sogar ungefähr, wann ich es nutzte: es lagen Kalenderblätter des Abreißkalenders von 1981 darin. Zum Beispiel das hier vom 19. Oktober 1981:

Kalenderblatt1

Kalenderblatt Vorderseite – Anklicken zum Vergrößern

Jetzt weiß ich, wann damals in der DDR Sonne und Mond auf- beziehungsweise untergingen. Außerdem nehme ich an, daß ich darin zuletzt vor meinem Abitur, aber im Jahre 1982 etwas hineinschrieb. Und auf der Rückseite des Kalenderblattes war auch ein «schöner Satz», der mich wohl zum Aufheben bewegte:

Kalendeblatt2

Kalenderblatt Rückseite – Anklicken zum Vergrößern

 

Die Menge auf etwas aufmerksam zu machen heißt: dem gesunden Menschenverstand auf die Beine helfen.

G. E. Lessing

 

Zwei Dinge bleiben, wenn ich das Büchlein ansehe: Erstens hatte ich schon seltsame Handschriften früher und zweitens wird das Büchlein nicht weggeworfen. In 20 Jahren seh ich wiedereinmal hinein.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 20. Juli 2012 war der Besuch bei der Lesung im Rauschickermann.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu 19. Oktober 1981 (#203)

  1. So ein Büchlein ist schon eine feine sache. Ich lese viel und oft und denke hin und wieder: schöner Satz, soltest du dir merken. Ich dreh mich rum und hab ihn schon wieder vergessen. Aber ob ich so diszipliniert bin wie du? Alles brav aufschreiben. Ich denke, das wird bei mir nicht so klappen.

    • der_emil sagt:

      Ich bin ein Aufschreiber, heute noch, und wie es aussieht, schon immer gewesen.

      Wer weiß, wie es wäre, hätte ich nicht immer etwas zum Aufschreiben dabei …

  2. Inch sagt:

    Oh, ich liebe es, so alte Sachen zu finden. Sie gewähren uns einen verwunderlichen Blick in sein eigens vergangene ICH

  3. minibares sagt:

    Aber eine klare, lesbare Schrift hast du.,
    Dieses Büchlein würde ich auch aufbewahren.
    Das ist ja ein richtiges Juwel.

  4. Wenn ich solche alten Notizen finde, werde ich auch ganz nostalgisch! 😉

  5. Sherry sagt:

    Ich liebe das, wenn ich beim Ausmisten alte Notizbücher finde, oder eben Briefe, die so von pubertärem Ernst so triefen. Ich muss dann immer lachen und weinen zugleich. Dann frage ich mich immer: „Wieso war das Leben für mich damals schon so kompliziert, obwohl es um sovieles einfacher war?“ Als Pendant zu deinem „Schöne Sätze Buch“ hatte ich ein „Schöne SMS-Dialoge Buch“. Andere Generation halt, aber trotzdem romantisch. Haha!

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