Schreien
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2011-11-03, 18.10 Uhr:
Schreien könnte ich jetzt. Vor Wut. Vor hilfloser Wut.
Es tut auch weh. Was? Ach – nur die Folgen einer Nachricht, die ich bekommen habe.
Zu den »guten “Schlechten Nachrichten”« kamen nämlich eben die wirklich schlechten Nachrichten hinzu.
Ja, es ist nicht nur die Nachricht, die mich schmerzt. Ich stehe dem Ganzen im Moment ziemlich hilflos gegenüber, kann nicht wirklich etwas tun. Hilflosigkeit und Verzweiflung und Angst stehen jetzt ganz dicht zusammen und beratschlagen, wie sie mir weiter wehtun können.
Ich schicke Liebe, Vertrauen und Hoffnung gegen sie ins Feld. Vernunft könnte ich auch noch mitschicken, aber momentan kommt die nicht weit. Deren Stimme kann ich grad nicht hören, weil ich ja (innerlich) so laut nach Hilfe schreie.
2011-11-03, 22.00 Uhr:
Nein, es wurde (noch) nicht besser. Auch draußen werden nur meine Hilferufe gehört. Auch dort kann die Stimme der Vernunft noch nicht durchdringen.
Abwarten muß ich, was die Nacht und der morgige Tag (also heute) bringen. Selbst ich weiß nicht wirklich, was getan werden kann, wenn die, die tun könnten, nicht tun, was sie sollten. Aber an genau die ist diese Sache jetzt abgegeben.
Hier kann ich aber auch nicht deutlicher werden.
Doch: Ich mache mir grad riesengroße Sorgen und bin deshalb nicht fähig, mich deutlicher auszudrücken.
Heute möchte ich auch keine Kommentare. Ich danke allen, die mir Kraft wünschen, für mich beten oder was auch immer tun möchten. Aber zu diesem Text wird es keine öffentliche Aufklärung geben.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 03. November 2011 war das Paar neue Schuhe, das ich mir garnicht kaufen wollte.
P.P.S.: Etwas völlig anderes gibt es im neunten Stock. Einen Versuch im Automatischen Schreiben während einer Anfahrt und ein sehr wunderliches Jetzt. Danke für’s hinlesen.
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