Eine einfache Frage (Nº 238 #oneaday)

Paradox(on)?

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Kennt ihr eine Antwort auf die Frage?

Nehmen wir einmal an, es gibt einen Gott (oder ein anderes “höheres Wesen”). Und dieser Gott ist allmächtig:

Kann dieser allmächtige Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, daß er selbst ihn nicht heben kann?

Wie ich jetzt darauf komme? Weil mir selbst gerade eben wieder die sinnloseste aller Fragen durch den Kopf spukte.

Die Frage nach dem «Warum?»

Ist es nicht einfacher, besser oder intelligenter, sich manchmal nur zurückzulehnen und zu genießen und nicht nach einem «Warum?» zu fragen?

Zur Zeit frage ich mich das übrigens nur noch sehr, sehr selten. Ich genieße …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 25. August 2011 waren selbstgekochtes Essen (Saure Eier …) und die unerwartet hohe Ausbeute an Bildern beim Nachtshooting (stockduster!) mit einer Feuershow-Gruppe.

Erstveröffentlichung 2010-02-09 bei My(LEER), jetzt leicht verändert – © 2010 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

238 / 365 – One post a day (WP-count: 167 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Eine einfache Frage (Nº 238 #oneaday)

  1. Himmelhoch sagt:

    Wenn du es wirklich schaffst, nicht nach dem „warum“ zu fragen, bist du mir viele Schritte voraus. Gerade heute beim Doppelkopfspielen stellte ich fest, dass ich zu mindestens 70 % Kopfmensch und nur den Rest Bauchmensch bin.
    Danke übrigens, ganz lieb von dir!

  2. Guten Morgen Emil, diesen Eintrag mag ich besonders gerne. Schade das es nicht ein doppel Sternchen gibt 😉 Ich mag das philosophische Fragen, aber schade das die Fragen so oft unbeantwortet bleiben. Einen schönen Tag Emil. Ich werde jetzt meine Anträge vom Arbeitsamt durch arbeiten ;( liebe Grüße aus Köln, deine Steff

  3. puzzle sagt:

    Mangels vorheriger Einsicht wäre das keine vollkommene Allmacht. Das reicht nicht einmal für einen Chuck Norris-Witz.
    Es gibt vermutlich zu viele verschiedene Stimmungen und Motivationen, um „Warum“ zu fragen, um das pauschalisiert abzuqualifizieren, und deinem letzten Kommentarsatz kann ich mich überhaupt nicht anschließen.

    • der_emil sagt:

      Du meinst, daß es meist nichts bringt?

      Für mich ist das so.

      Ich kann mittlerweile anehmen – muß nicht immer hinterfragen; z. B. nach niederen Beweggründen der Menschen, die mir unerwartet etwas Gutes tun – ich such nicht mehr nach dem Haken an einer Sache.

      • puzzle sagt:

        Ah! das ist der Punkt: was du suchst. Du suchst keine Antwort, keine Erklärung, keine Lösung, du suchst einen Haken, einen Nachteil, ein Negativum.
        Das ist der Unterschied zwischen meiner Ansicht und deiner: ich empfinde selbst eine unschöne, unbefriedigende Antwort / Erklärung / Annäherung an etwas Problematisches als positiv, denn damit kann man weitergehen, in die eine oder andere Richtung. Hält man sichmit der Suche nach haken auf, kann es passieren, daß man daran hängenbleibt. Die Sicht ist der Haken.

        • der_emil sagt:

          Zumindest früher habe ich das so gemacht. Irgendwann im Juni/Juli hab ich ich auch darüber geschrieben, daß ich immer nur das Schlechte gesehen (und gesucht) habe – so ganz bin ich es wohl noch nicht los.

          Fragt man sich bei schönen, angenehmen Dingen wirklich nach einem Warum?

          • puzzle sagt:

            das wirkt seltsam, oder? aber es kommt auch schon mal vor. Aber über Erotik wollen wir jetzt nicht -…. oder?

            • der_emil sagt:

              Ja. Seltsam. Sonderbar. Unangemessen?

              Mein erster Gedanke: Ist bei Dir nur Erotik angenehm? Nein, das sollte hier besser nicht diskutiert werden.

              Ich hab ein Thema für einen neuen Blog – «Frage bei angenehmen Dingen nach dem Warum!» – den ich irgendwann nächste Woche fertighabe …

              • puzzle sagt:

                haha – lieber nicht in allen Aspekten und epischer Breite, aber Erotik ist mehr als Sex.
                die Frage, was an jemandem wirklich bezaubert, beispielsweise – für mich ein unvergleichlicher und kostbarer Unterschied zum gängigen „Reiz“ – stelle ich mir schon. Darauf gibt es keine unangenehme Antwort zu erwarten, denke ich.

  4. anniefee sagt:

    „Kann dieser allmächtige Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, daß er selbst ihn nicht heben kann?“
    Warum denn nicht ? Vielleicht denke ich da grad zu simpel,
    aber er kreiiert das Ding ja nicht mit der Hand oder einem Werkzeug, sondern mit Geisteskräften- und die Fantasie ist ja bekanntlich grenzenlos.

    • der_emil sagt:

      Aber wenn er allmächtig ist, dann kann er doch alles hochheben?

      • anniefee sagt:

        ah, da ist das Problem! Fetzig.
        naja. Wenn er alles kann, kann er sich doch auch selbst Grenzen setzen. „heute werde ich nur 200kg hochheben können, darum erschaffe ich glatt einen Stein von 300kg.“ Sprachs, und zauberte sich ein Rückgrat, das nur auf 200kg ausgelegt ist (und bei mehr bräche). Dann kann er sich überlegen, ob er das Heben dennoch versucht – und ist so wieder eine Stunde beschäftigt. So könnte man auch erklären, warum er nicht permanent Leuten helfen kann. Vielleicht isser öfter mal nur mit sich beschäftigt.
        Jetzt könnte man einwenden: Gott ist nicht single-core, für das Steinproblem reicht ein Kern, die anderen gucken auf die Welt ..

  5. sweetkoffie sagt:

    seitdem ich nicht mehr auf jedenWarum-Zug aufspringe, lebe ich viel entspannter 😉

  6. pantoufle sagt:

    Also nur mal angenommen, L.Gott schafft einen Stein, so groß und so schwer, daß selbst ER ihn kaum hochheben kann. Nur gerade so. Und auch nicht sehr hoch – geschweige denn sehr lange. Und wenn er damit fertig ist, leichten Muskelkater im linken göttlichen Unterarm verspürend, dann erschafft er einen zweiten Stein. Genau so schwer, rot und in allen anderen Details wie den ersten. Den legt er neben den erstegeschaffenen Stein und dann spricht ER: Wachset zusammen (was zusammen gehört) und hat statt des Steines, den er gerade eben noch heben kann (wenn auch nur unter altersbedingten Beschwerden) einen neuen, den er NICHT heben kann! bestenfalls mit einem anderen Gott zusammen. Wotan zum Beispiel. Oder Zeus. Eben irgend ein anderer Gott, der mal eben mit anfasst. Das wäre jedenfalls einen Stein, den ER alleine nicht heben könnte. Eben nur mit Unterstützung anderer Götter. Mit dem könnte er sich dann überlegen, ob es möglich wäre, einen Stein zu erschaffen, den alle Götter des bekannten Universums nicht… und dann wird die Geschichte langsam rekursiv…
    MvG
    Pantoufle

  7. ingo1971 sagt:

    Hallo Emil
    Du nennst die Frage nach dem „Warum“ die sinnloseste? Welche Fragen haben dann überhaupt noch Sinn? Und wie legst Du die Kriterien für sinnlos/-voll fest?
    Allerdings ist, meiner bescheidenen Meinung nach, die Frage „Kann dieser allmächtige Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er selbst ihn nicht heben kann?“ nicht sehr klug. Denn dort wo Gott ist gibt es weder schwer noch leicht, weder groß noch klein, weder alt noch jung.
    LG
    Ingo

    • der_emil sagt:

      Ja. Was braucht es ein Warum? Das grundlose Schenken, das grundlose Lieben: die besten Arten, dieses zu tun.

      Und wenn ich etwas erhalte: was braucht meine Freude ein Warum?

  8. Dr. Manhattan sagt:

    Eine Grundfrage wurde hier nicht berücksichtigt: Wer oder was ist Gott?
    Unter der Annahme, dass Gott Gott ist, wäre Gott alles und nichts. Anfang und Ende. Der Stein und der Heber. Kann ein Stein sich selbst heben?
    Wenn Gott alles ist, dann ist Gott auch der Mensch und der Mensch hat die Atomwaffe geschaffen, die er zwar zünden kann, aber nicht „entschärfen“. Der Mensch hat sich selbst einen Stein geschaffen, den er nicht mehr heben kann und da der Mensch Gott ist…
    Wenn Gott allmächtig ist, dann kann er auch einen Stein erschaffen, den er nicht heben kann, wo ist da der Widerspruch, wenn er selbst der Stein ist?

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