Sammelsurium mit Zaubergeldbeutel
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Nachdem ich des Öfteren, insbesondere bei colorsigns, einige 28er las, die irgendwie mit Deutscher Dreizeiler VI von Helmut Maier begonnen haben, war es mir gestern in der Straßenbahn so warm, daß auch ich einen versuchte:
Sommer vorm Balkon und Hitze.
Ich hab keinen Balkon; ich schwitze.
Saunazuschlagstemperaturen in der Bahn.
Ich erinnere mich daran, daß vor Jahren die Stadtwette einer mittlerweile stark verschlechterten Sonnabendabendunterhaltungssendung (früher der Eurovision!) hier in Halle (Saale) mal eine Saunastraßenbahn war …
Dann fuhr ich mit der S-Bahn weiter. Und es ergab sich ein Dreifach-Senryū:
ratter ratter knacks
ding-dong nächster halt südstadt
bahnfahr'n macht müde
gleichmäßig schwanken
die köpfe der fahrgäste
hin und her im takt
meine fahrkarte
dem kontrolleur zu zeigen
geht auch im halbschlaf
Und dann, mitten in der Stadt, an der Haltestelle, da plötzlich steht wieder, wie am Tag zuvor, das den Temperaturen angemessene Gefährt vor mir:
Mal ehrlich: Wer hat noch nie daran gedacht, sich einfach auf und davon zu machen? So wenig Krempel als möglich eingepackt, die Gewißheit eines nicht zur Neige gehenden Geldvorrates im Hinterkopf (oder auch die Gewißheit, auf Geld verzichten zu können) – und raus aus dem Alltag.
Ich hätte dazu gern einen Geldbeutel, aus dem ich pro Stunde 10 oder 20 € ziehen kann (erschwerende Bedingung: die ich dann auch in dieser Stunde ausgeben muß) …
Darüber denke ich noch nach. Aber: Vielleicht hat auch jemand von euch Ideen, was man damit – also mit diesem Zaubergeldbeutel – alles anstellen könnte?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
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Da fällt mir jetzt spontan nix ein und ehrlich, irgendwie ist mir gar nicht so nach ausbrechen….fühle mich hier wohl…vielleicht solltest du das doch noch mal überdenken.
GLG Marianne 😉
Jetzt will ich auch nicht. Aber es war mal ein Traum von mir …
Der manchmal immer wieder kommt. Dann will man aber am liebsten ganz aus seiner Haut. Doch, ich kann das verstehen. al ganz weg. Weg von allen Zwängen. Das, was landläufig als „Freiheit“ bezeichnet wird. Aber das ist sie nicht wirklich!
Ich würde gerne mehr verreisen, in die Nähe, aber gerne auch weiter weg. Dafür bräuchte ich aber Deinen Zauberbeutel, mehr Zeit sprich Urlaub und müsste freier von all den anderen Bedingungen sein. Ein Wellnesswochenende wäre mal schön, so mit Sauna, Thermalbad, Massagen. Na, ja, man kann ja träumen, nicht wahr?
Deine Dreizeiler sind toll, habe mich früher auch in Haikos versucht.
Schönen Tag noch!
Jaja. Dieser Zaubergeldbeutel. Immer nur ’n Zehner, einer pro Stunde – und erst, wenn ich den von vorher ausgegeben habe …
eigenartige Idee – ein Geldbeutel mit Erziehungsauftrag?
aber lustig, sich vorzustellen, wie jemand sich gemütlich in einem Harley-Shop niederläßt, mit dem Zaubergeldbeutel, sich das Bike seiner Träume aussucht, und dann eine Luftmatratze aufpumpt, eine Auswahl von Speisekarten von Restaurants mit Lieferservice vor sich ausbreitet, das Handy danebenlegt, und dann stündlich seine Zahlungen leistet, bis er endlich mit seiner Harley in die große Freiheit aufbrechen kann, die man sich nehmen muß, um an der Tankstelle immer nur alle Stunde für weitere 10 Euro …
Ja – von mir aber nur gedacht als Mittel zur Phantasieanregung …
Auch ich träume ab und zu davon einfach mal abzuhauen und mir die große weite Welt genauer anzusehen. Schön wäre es, wenn man dabei und unterwegs gerade so viel Geld verdienen könnte, wie man benötigt für Unterkunft, Verpflegung und Weiterreise. Für diese Idee, die ich so Richtung Asien und Afrika spinne, suche ich noch nach „Umsetzungsmöglichkeiten“. Mal sehen, was aus dem Traum wird. Liebe Grüße
Hm. Asien? Afrika? Ich würde ja gerne mal an das “Ende der Welt” gehen – aber im Moment fühl ich mich dazu zu unsicher und zu ungesichert.
wie ich mich freue !!!
aus dem urlaub zurück , der erste arbeitsmorgen , brötchen noch in der hand , PC an, die poetischen zeilen gelesen in deinem blog und nun auf zur arbeit mit einem strahlen an dich, dankeschön !!!
Und ich habe Dir für die Anregung zu danken.
Hm, wie ging denn nochmal das Märchen vom „Hans im Glück“ aus? Eine gewisse Nähe ist ja durchaus festzustellen. Ach, der hat bestimmt wieder irgendeine tumbe Prinzessin geehelicht…
tauscht der nicht alles ein und wird dann für seinen Glauben an das Gute im Menschen mit leeren Händen belohnt ?
Klumpen Gold – Pferd – Kuh/Esel – Schwein – Gans – Schleifstein – Freiheit WIMRE
öhm? Wimre ? „wie in meines Richtig Erachtens“ ? !
Wenn ich mich recht erinnere …
oh, das ist ja eine prächtige Abkürzung !
Aber was hat der Hans denn von der Freiheit, wenn er sich in der Taverne nichts leisten kann ? So ein Zauberbeutel mit stündlicher Begrenzung wäre wohl doch besser für ihn.
Die stammt noch aus Zeiten der Newsgroups und der begrenzten Bandbreiten (btx usw.) Da gibt es ganz viele, auch das LOL (laughing out loud) und das ROFL (rolling on the floor laughing) und das YMMD (you made my day) …
Ich freue mich sehr über den Link zu „meinem“ 28er und zu meinem Blog.
In aller Unbescheidenheit gesagt ( 😉 ) passt ein 28er genau zu solchen besonderen Anlässen wie solch heißen Tagen.
Liebe Grüße
Helmut
Bittesehr, bittesehr.
Immer nur ellenlange Texte oder Senryus wird ja langweilig. Da fällt mir ein: Auf Demokratiedefizit wird auf 28er verlinkt – aber dieser Text sollte ins Blog eingebunden werden (so weiß und „unformatiert“ hat mich de Erlärung schon erschreckt).
Deine Zeilen über’s Trambahnfahren gefallen mir sehr – genau so ist es! Vortrefflich beobachtet und in Worte gesetzt! 😀
Ich glaube, an einem so heißen Tag, wie es der gestrige war, kann solches Geschehen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln beobachtet werden.
Lieber Emil, früher als ich noch jung (also vor Jahrzehnten) und keine Familie hatte,habe ich
auch vom abhauen geträumt… Heute ist mein Glück hier Zu Hause und meine Familie.
Die würde ich für keinen Zauberbeutel verlassen. Das Geld daraus könnte man ja auch
Menschen geben die es nötig haben. Also Wohltätig.im weiten Sinne….
Viele Grüsse von Illo.***
So leicht zu erschrecken? 😉
Ich dachte, das wäre Geschmacksache.
Liebe Grüße
Helmut
Ein Zauergeldbeutel – au ja – gern!
Echt nur 10 Euro por Stunde? Das ist ein bißchen wenig, wenn man die ausgegeben haben muss, um in der nächsten Stunde wieder 10 zu bekommen.
Was zum Anziehen kaufen geht so gut wie gar nicht. Essen gehen erst recht nicht.
Also 10 Euro, die reichen leider nicht.
Kommt darauf an. Wäre Dir mit einem, der morgens um 5 Uhr einen Hunderter hergeben würde und abends um 21.24 Uhr nochmal, besser gedient? Mußt Du aber immer zu genau dieser Uhrzeit herausnehmen und bis zum nächsten Segen auch ausgegeben haben …
Au ja, damit käme ich garantiert besser zurecht. Ok, machen wir es so.
Prima Idee!
Einfach abhauen! Das ist doch eher etwas für junge Leute. Trotzdem träume ich davon, mit dem Fahrrad, einer Isomatte und Wetterklamotten die Via Regia langzugurken (zumindest die Richtung). Einen Zaubergeldbeutel will ich nicht. Ich würde unterwegs jedem Kneiper erzählen, was ich da tue, fragen, ob ich die Küche putzen darf, ein Abenbrot abfassen und mich in den nächsten Heuhaufen packen. Bis Erfurt und zurück wollte ich so schon kommen.
Gruß vom Spinner Gudrun
Klassisches Pilgern also (von mir aus auch ohne den Hintergrund und nur zur Selbsterfahrung). Via Regia?
Finisterre – das Ende der Welt wäre mein Ziel … Oder natürlich Irland – einmal rundrumlaufen …
Nach Irland will ich auch noch, aber ich glaube, ohne Fahrrad.
Mindestens eines der größeren Reisebüros bietet dort auch Planwagenurlaub mit Pferd oder Flußurlaub auf dem Shannon im Hausboot an …