Wie es zu diesem Thema kam
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Das hier beschreibt den eigentlichen Anfang meiner Themenwoche – dies ist das Schlüsselerlebnis für “Das lag schon da!”
Dieses bescheuerte Briefpapier! Wo hab ich das nur wieder hin …? Vorhin wollte ich doch noch …
Moment. Ich hab den Brieftext im Notizbuch fertig, hab die Adresse aus der Mail drunterge… Dann hab ich am Tisch Platz gemacht, naja, damit angefangen. Tintenfaß, Feder, Kerzen.
Dann der Anruf. Ich weiß, ich konnte einmal mehr nicht sagen, daß es reicht und ich mich eigentlich gestört fühle. Weil mich auch nicht interessierte, was mir da vorgejammert wurde. Nebenbei habe ich noch etwas im Computer nachgesehen, den Siegellack und das Siegel rausgekramt. Und mich über den schreienden Eh!Vieh! geärgert. Und dieses Altpapierchaos – was soll ich ständig mit Auto- und Möbelwerbung? Und Baumärkte! Pah!
Wo ist denn jetzt meine Kaffeetasse? Ah, am Vogelkäfig. Dann ist das Papier vielleicht auch – nein, in den Kasten hätte es auch überhaupt nicht … Nur Stifte und Kleinkram. Ach: Da sind ja meine Büroklammern!?
Dann muß das Briefpapier in dem Fach, wo es hingehört. Ist es aber nicht. Hach! Neben mir und meinen beiden Nymphensittichen wohnen in meiner Einzimmerwohnung noch eine Waschmaschine, die ausschließlich linke Socken frißt, und ganz sicher ein Geist. Einer, der Dinge verschwinden läßt oder ständig umräumt.
Wie zum Beispiel Anfang 2011 meine Brille. Die war auch weg. Als ich mir schließlich dank der Brillenversicherung eine neue Fernbrille besorgte, hab ich mir gleich noch eine zweite machen lassen, eine Lesebrille. Komisch, hier in der Küche ist es auch nicht!
Ähm, Brille. Wo war ich? Ach. Ja. Dann hatte ich also endlich zwei Brillen. Eine fürs Weite und eine zum Lesen. Diese beiden Brillen hatte ich schon mindestens zwei Wochen, als ich mich eines Morgens an den PC … Auf dem Computertisch ist das bescheuerte Papier auch nicht! Ich werd wohl noch auf Kopierpapier schreiben müssen!
Ich habe mich doch wieder zum Mitmachen angemeldet, bei Frau Meterhochzweis Aktion “Rettet die Handschrift” Teil zwei. Angefangen hat das mit diesem Blog, in den ich irgendwie hineingestolpert bin. Und jetzt will ich unbedingt den Brief schreiben, aber im Schrank ist nur noch dieses Kinderbriefpapier, das richtige ist verschwunden! So wie damals meine Brille!
Brille? Ach, eines Morgens jedenfalls setzte ich mich an meinen PC – nein, an meinen Frühstückstisch, und dann wollte ich mir einen Toast toasten in meinem Toaster. Meist mag ich ja das getoastete Toastbrot nicht, aber mit Honig ist das sooooo lecker! Also. Toaster. Was lag oben auf dem Toaster? Die von mir wochenlang vermißte Brille! Ich sag doch, hier muß ein Geist wohnen, der ab und zu mal umdekoriert.
So, jetzt hab ich die Nase voll. Eine Stunde sinnlos suchen reicht. Schreib ich eben auf Billigpapier. Wenn ich nicht jetzt anfange, dann prokrastiniere ich weiter! Hm. Hier liegt ja immernoch Werbemüll? Den hatte ich doch vorhin entsor…
Ha! Das Briefpapier. Unter der Werbung!
Das lag schon da!
Leider hab ich erst diesen Blogtext und noch ein paar der darauf folgenden verfaßt. Aber morgen, spätestens übermorgen schreib ich nach Glauchau! Und ich hab es mal wieder nicht in 300 Worten geschafft …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
172 / 365 – One post a day (WP-count: 550 words)



ein lächeln huscht über mein gesicht, so tüdelidü … ein schmunzeldes wiedererkennen,
hab mich im chaos zurecht gefunden und danke dir, lieber emil!
Darf ich mal ganz ehrfürchtig den Hut vor dir ziehen? Was du aus dieser Themenwoche machst ist derart kreativ, herrlich, anrührend, ansprechend … ich bin begeistert. Und gebe zu: das hätte ich im Leben nicht erwartet.
Vielen Dank für diese tolle all-morgendliche Unterhaltung!
Oh … Jetzt glüh ich ein wenig, ich kann doch mit Komplimenten nicht … (Aber so ein wenig verschämt freu ich mich schon wie Oskar drüber.)
Dabei ist das das ganz normale Leben hierzulande, das ich in diesem Fall eben um einen Aufhänger herumdrösesle
Lieber Emil, jetzt bin ich hellwach und gelacht hab ich auch schon…… Über Deine Geschichten, die das Leben schreibt. Grüsse Deinen Geist und die verfressene Waschmaschine. So eine haben wir auch, aber die frisst ALLES was man dringend braucht.
Wünsch Dir was Emil und mach das Beste aus diesem Kackwetter…..
Deine Illo.********
Siehst du , du bringst alle zum lachen mich auch , das ist so genial wirklichkeitsnah geschrieben
ein toller tagesbeginn drück dich lieb
christin
Wenn ich anderen ein Lachen oder ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, mach ich mich auch gerne zum Narren / Affen.
Was bin ich froh, daß jener Morgen nicht gefilmt wurde …
Mandy lacht und lacht und lacht. Gib es zu Emil. Deine und meine WM haben ein Komplett gegen uns geschmiedet…
Bei mir verschwinden auch immer Socken, aber ob es die rechten sind, weiß ich nicht so genau.
Ich mag deine Art des Schreibens und ich werde dich jetzt erst mal zu mir verlinken, damit du mir nicht durch die Puschen rutschst….
Dienstagsgrüße von der ollen Synapse…
Oh! Dankeschön!
Das erinnert mich daran, daß ich alle meine subskribierten Blogs in die Blogroll packen wollte.
Du hängst schon in mir fest. Meine, im Blogscroll….hüstel…
Also Emil, jetzt will ich Dich mal aufklären:
Die Geister heißen Borger!!! Die gibts bei uns nämlich auch. Und die lassen nix verschwinden. Die borgen sich nur ab und zu was. Und dann, nach Stunden oder Tagen, legen sie es wieder zurück. Und dabei achten sie peinlichst genau darauf, dass sie es genau dorthin zurück legen, wo sie es gefunden haben.
Und Waschmaschinen fressen auch keine Socken! Nein! Schon gar nicht nur linke. Die spielen nur ein bißchen damit. Später, wenn sie des Spiels überdüssig sind, spucken sie die Socken wieder aus. Nur, ich wette, Du hast da schon die eine andere, die zeitweise verwaiste, weggeworfen. Nun findest Du wieder nur eine Socke und ungerechterweise denkst Du: Schon wieder hat die Waschmaschine ein Paar getrennt. Da unterliegst Du aber einer Täuschung. Probiers mal aus: Leg Dir ein Beutelchen zu, in den Du alle scheinbar verwaisten Socken stopfst. Du wirst Dich wundern! 1. können die zeitweise im Stich gelassenen eine Therapiegruppe gründen und sich über den Schmerz hinwegtrösten. 2. aber wirst Du nach ein paar Wochen Zeuge unglaublicher Wiedersehensfreude sein. In meinem Beutelchen für verlassene Socken jedenfalls spielen sich solche herzzerreisenden Szenen ab. Und das, obwohl ich keine Waschmaschine mein eigen nenne, sondern im Waschstützpunkt wasche. Jaja
Oh Gertje, warum tat das keiner meiner Erziehungsberechtigten, als es höchste Zeit dazu gewesen wäre?
Und mal ganz ehrlich: Diese “Borger” sind schon nervig, ja? Meiner scheint die Regel mit der exakt selben Stelle jedenfalls nicht zu kennen. Soll ich ihn zu Deinen Borgern zur Aus- oder Weiterbildung schicken?
Über das Sockenbeutelchen denke ich nochmal nach – das ist mir grad zu beziehungsstiftend.
Danke für den herzhaften Lacher am Abend.
Ich werde meine Borger fragen, ob einer von ihnen die pädagogische Reife zur Ausbildung anderer Borger besitzt. Da ich dazu ein Zettelchen irgendwo hinlegen und warten muss, bis die Borger es sich borgen und wieder zurücklegen, müsstest Du Dich noch etwas gedulden und die Schlampigkeit Deiner Borger etwas länger ertragen
Also ich finde diese Art der Erklärung einfach hinreißend. Ich denke ich werde mal vorsichtig luschern ob ich Socken beim spielen seh oder wenn ich mich gaaanz vorsichtig durch die Wohnung schleiche, dann vielleicht den Borger treffe. Ich habe festgestellt das sich der Borger immerzu die Sachen nimmt die man am dringensten braucht oder aber auch die die nur gaaanz zufällg aufgetaucht sind, man glaubt zu wissen wo sich was ganz genau befindet, hat man es doch gestern erst da liegen gesehen… schwupp… wech isset. Man sollte Puder oder so drauf machen, dass man die Spur verfolgen kann.
Ja, ein kleiner Schalk sitzt jedem Borger im Nacken
Oooooh, das kommt mir aber so was von bekannt vor! 😀
Der Waschmaschinengeist muss eine sehr große Familie mit ungezählten Verwandten und Nachkommen haben, bei mir ist nämlich auch einer, aber der ist nicht so wählerisch, der frisst mal linke und mal rechte Socken…
Liebe Grüße!
Übrigens! Die Borger waren grad wieder bei mir! Sie haben sich meinen Stick geborgt, der, auf dem ungefähr 12 fertige Arikel stehen, die ich demnächst bloggen wollte!!! Den Zettel mit dem Erziehungsersuchen haben sie liegen lassen…
Ich hab fünf als Entwurf in einer WP-Warteschleife (okay, verteilt/kopiert auf mehrere Blogs, damit ich die auch ja zur Verfügung habe).
Und wegen der Erziehung: Ich hab hier Bittgesuche an meine Borger liegen …
Grandios! Herrlich. Wie in meinem richtigen Leben, hahahaha…
Emil, Du „schleichst“ mir einfach zu oft davon, dann finde ich Dich tagelang nicht mehr, jetzt „pinne“ ich Dich ganz einfach an meine Blogroll. Bitte? Danke!
GLG
Oh! Warum nicht?
Und das “schleicht davon” ist doch nur mein Spruch (weil ich meine Leser nicht in ihrer Kondensation unterbrechen mag 😉 )
Und: Mach aus «Emil» doch bitte «Der Emil» …
Erledigt. Falls Du mich aufnehmen willst, bitte unter „Vallartina“.
Danke, servus, adios.