Das 6. lag schon da. (Nº 173 #oneaday)

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Ein Sonnenstrahl huscht
 
vom Strandkorb hinaus auf’s Meer.
 
Nur das lag schon da.
 


 


 


 

 
Ein Kurzgedicht, das der 5-7-5-Regel eines Haikūs oder Senryūs folgt. Was genau es ist, entschiede sich vielleicht mit einem Titel, den ich ihm gäbe.

Nennte ich es Binz oder nennte ich es Lanzarote? Oder Menorca? Hiddensee? Fukushima? Hallig Hooge? La Hague? Nizza?

Und wie die Bilder im Kopf sich mit diesen Titeln ändern – spürt ihr das auch? Nur die drei Zeilen – wie wirken die? Und eines jener Titel-Worte dazu – was dann?

 
 
Ein Erlebnis auf der Insel Rügen, in drei Zeilen gefaßt: Dort war das Meer die Ostsee. Und schon 25 Jahre später ergeben sich Fragen daraus … 
 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
 

P.S.: Muß ich nun morgen mit dem Witz enden? – WIE? Es ist morgen schon die Woche um?
 
P.P.S.: Und das “nennte” ist schon richtig.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

173 / 365 – One post a day (WP-count: 168 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Das 6. lag schon da. (Nº 173 #oneaday)

  1. gisi sagt:

    ein sonnenstrahl liegt nicht nur da,
    er scheint, mit viel wärme und licht,
    heb ihn auf…er würde sonst nicht mehr strahlen können!
    er lag nicht umsonst da!

  2. fudelchen sagt:

    Ja, das dachte ich mir auch so, dass das Meer schon da lag…..wo sonst *g*

    Schlaf gut 😉

  3. puzzle sagt:

    Eine gute Idee ist das, das Gedicht als transparente Folie über wechselnde Vorstellungen zu legen, eines so subjektiv wie das andere und trotzdem funktioniert es bei jedem, selbst im Falle, daß man nicht dort gewesen sei.

  4. 🙂 einen schönen tag emil! deine steff

  5. Also Strandkorb. Das kann nur Ostsee sein. In meinem Kopf jedenfalls

  6. Strandkorb, geertjeedelmann, kann auch Café Kistenpfennig in Unterföhring bedeuten. Gut, kein Meer, aber drin vom Meer träumen ist drin!

    Das Gedicht erinnert mich an eine Postkarte, die vor über 30 Jahren in meinem „Mädchenzimmer“ hing, das Gedicht vorn drauf ging so:
    „Du weißt,
    ich war heute alleine am Meer.
    Es war wie immer voll Wasser.
    Der Himmel war wie immer voll Wolken
    und der Strand
    war wie immer voll Sand.
    Nur ich
    war ziemlich leer.
    In einem zugigen Strandcafé
    schlürfte ich lustlos einen heißen Tee
    und schrieb in meiner Not
    mit Sirup
    deinen Namen auf mein Brot.
    Als ich damit fertig war,
    habe ich ihn leise gelesen.
    Da ist es wie immer gewesen.“

    Den Autorennamen würde ich – gänzlich ohne Sirup – gern hier drunter schreiben, aber der ist mir samt Postkarte entfallen. Lange Texte erinnern – kein Problem, aber Namen? Oje. Von mir selbst ist es aber ganz bestimmt nicht, ich kann nämlich nur „böse und gemein“.

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