Liberale? (Nº 131 #oneaday)

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Irgendwo bei einem von mir genutzten online-Dienst habe ich heute die Bemerkung, daß in der ehemaligen Pünktchenpartei wohl eine Rochade gemacht würde, nur böse kommentieren können:
 
«Rochade? Geht doch nur, wenn wirklich wichtige Figuren (König und Turm) daran teilnehmen … Mit Bauernopfern / Opferbauern geht das garnicht!»

Da wird für eine Frau ein neuer Posten hin- und hergeschachert, (aus dem Gedächtnis zitierter O-Ton TV!) “weil sie Berufspolitikerin und der Landesvorsitz in Baden-Würtemberg nur eine ehrenamtliche Aufgabe ist”.

Als MdB ist die Frau wohl nicht genügend finanziell abgesichert? Geht’s noch?

Da muß ich Thomas Gsella zitieren. Der schrieb einst für eine große Tagezeitung gereimte Berufsbeschreibungen nicht ganz ernster Natur, die in seinem Lyrikbändchen “Der kleine Berufsberater” zusammengefaßt wurden.

 
Der Abgeordnete

Dick ist er, drückt sich schwammig aus
Und hält sich für gewichtig.
Von unten will er hoch hinaus
Und kennt nicht falsch und richtig.

Das Herz ist leer und ach so hohl
Dir Birne. Ihm gefällt es.
Er findet's gut und fühlt sich wohl
Im Arsch des großen Geldes.

Er ist korrupt, geschmiert, bezahlt
Und sündigt unaufhöhrlich.
Von Eseln wird er brav gewahlt,
Pardon: gewählt natörlich.

Thomas Gsella: Der kleine Berufsberater.
Eichborn AG Frankfurt / M. 2007, S. 17. ISBN 978-3-8218-6017-6
 

Und was verlangen diese “Politiker” von uns, vom gemeinen Volk? Daß wir immer mehr zuzahlen, immer mehr bezahlen.

Politiker sollte nur noch werden dürfen, wer – nach seiner Wahl, aber vor Amtsantritt – ohne jede Unterstützung von Familie und Freunden und ohne jedes andere Einkommen ein Jahr lang als ausschließlich ALG II empfangender EHB gelebt hat.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Liberale? (Nº 131 #oneaday)

  1. Ja, und anschließend würde er um so willfähriger den Wirtschaftsbossen dienen, damit er das nicht noch einmal mitmachen muss. Als Pragmatiker wüde ich ja anschließend die Sozialleistungen weiter kürzen, damit potentielle Konkurenz im Vorfeld den Löffel abgibt.

    • der_emil sagt:

      Och – gewählt wird nur für eine Legislaturperiode (keine zweite für einen Politiker zulässig). Und hinterher wird nochmal ein Jahr ALG II verpflichtend …

  2. Himmelhoch sagt:

    Gute Idee. Wenn schon nicht in der Vergangenheit – dann eben für das erste Jahr seiner Abgeordnetentätigkeit – aber das wäre nicht überprüfbar, deswegen wird es ein Wunschtraum bleiben.

  3. Soweit ich das mal irgendwann verstanden hat, sollte ja die relative Höhe der Bezüge, Garantie für Nichtbestechlichkeit sein bzw. werden. naya. vllt hab ich das auch falsch verstanden (H)

    • der_emil sagt:

      Ja. Aber Abgeordnete sind ja auch nicht gierig. Das sind nur die, die glauben (oder selbst täglich erfahren), daß 364 Euro nicht zum Leben reichen.

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