Leseempfehlung: Ein Ratgeber, der für Gesundheit sorgt.
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Gestern habe ich mich scheckig gelacht über ein Buch mit dem Titel «Ü-30 Krankheiten. Der Große Ratgeber. Als Letzter erkennen. Als Erster bekommen» von Nina Puri (ISBN 978-3-426-78249-1).
Schon der Rückentext war droßartig:
In Würde altern? Vergessen Sie’s. Ü-30er fliegen mit Rollköfferchen ans Ende der Welt. Laden sich »Stairway to Heaven« auf den iPod. Begehen Selbstmord durch Jogging. Glauben an Umckaloabo, Jamie Oliver, flexibles Arbeiten und den Dalai Lama. Tragen wichtige Titel und Krähenfüße und haben trotzdem immer noch keinen blassen Schimmer, wie das Leben eigentlich geht.
Was tun? Ruhe bewahren, Geranien gießen und im ABC der gefährlichsten Ü-30-Krankheiten nach Rat suchen!Nina Puri: Ü-30 Krankheiten. Knaur 2009
Ach Du meine Güte! Es geht um so ernste Leiden wie Google-Hupf, Hab-Acht-Stellung, Klatschspalte, Pestfach, Yoga-Epidemie («Virus, der Frauen im fortgeschrittenen Alter und Deutschlehrer in Gymnastikhosen befällt»).
Am Stück, also von vorne bis hinten in einem Rutsch, wie ich sonst meine Bücher zu lesen versuche, kann ich das nicht lesen. Weil ich mich auf vielen Seiten schieflachen muß.
Bei Glotzeritis und Chronischer Empfängnis hab ich das Buch aus der Hand legen müssen – um die Brillenglläser zu trocknen von den vor Lachen vergossenen Tränen
Meine Empfehlung, meine absolute Lese-Empfehlung: für alle, die in den letzten 40 Jahren über 30 geworden sind, und für alle, die in diesem oder in den nächsten fünf bis zehn Jahren diese Grenze übeschreiten, ist dieses Buch ein absolutes must have.
Ich verzichte auf Links zu Versandhändlern – aber ich fand das Buch auch im Zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher. Damit dürfte ich genügend Hinweise zum schnellen Finden preiswerter Angebote gegeben habe.
Also: Wer mal wieder lachen möchte …
PS: Den Vogelkäfig mußte ich wegen des Buches auf heute verschieben.
Der Verfasser des Blogs schleicht laut lachend davon und dankt für’s Lesen.
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Ich hab’s mir gleich mal bestellt. Klingt ja gut – ich bin gespannt!
Aber nachher nicht mit mir schimpfen!
Liest sich wirklkich komisch, ich merke es auf jeden Fall vor.
Wäre sonst nie auf die Idee gekommen, so ein Buch zu kaufen… irgendwie hätte mich dfer Titel abeschreckt, aber ich bin ja auch Ü50 -(ach du Schreck!)…naja..
Liebe Sonntagsgrüße, Petra
Also ehrlich, wenn ich es nicht für 2,50 auf’m Grabbeltisch … Aber es wird nochmal besorgt und einem absoluten Hypochonder (!) zum Geburtstag geschenkt – zum Dreißigsten …
Ü50? in drei Jahren …
Ich schmeiß mich weg. Wenn ich den Klappentext lese, dann weiß ich was mir noch bevor steht, oder schon entgangen ist… ich geh dann mal kichernd nachdenken. 😀
Da habe ich auch einen sehr schicken Ratgeber mit mehr als 500 einfachen und erprobten Übungen, Anleitungen und Rezepten für mehr Wohlbefinden, Fitness und Lebensfreude. „Täglich 15 Minuten für meine Gesundheit“ – Das Reader’s Digest Erfolgsprogramm hat mir meine Mutter vor ca. 15 Jahren mal geschenkt. Wenn man sich alles zu Herzen nimmt, was drin steht, macht man den ganzen Tag lang nichts anderes als Übungen, Übungen, Übungen und wird ein Mensch, der gar keine Krankenkasse mehr braucht bis ins hohe Alter.
hallo EMIL,
meine neueste Lese-Empfehlung:
Thomas Gsella „Ihre Stadt!“
Halle und die Hallenser kommen auch drin vor 🙂
Den Namen muß ich mir auch merken … Wann soll ich das nur alles lesen? So oft und so lange sitz ich nicht auf’m Klo!
VIelen Dank für den Tip.
hallo Emil,
Wenn du keine Zeit hast, die kurzen Gedichtchen zu lesen, erfreut dich vielleicht meine Kurz-Rezension:
http://flickrcomments.wordpress.com/2011/02/22/irony/#comment-1613
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Über BERLIN wird gereimt: „Zu blöd zum Brötchenholen. Wer Hauptstadt der Versager sagt, der meint Berlin (bei Polen).“ Das ist angenehm lakonisch gemurrt und nicht von der allgemeinen Merkel-dienerischen Bücklings-Natur überseift, von der man immer mehr Gedrucktes besudelt sieht. Über NÜRNBERG wird räsonniert: „Nicht nur laut Markus Söder ist sie STADT DER MENSCHENRECHTE.“ Gottseidank liest man drei Zeilen weiter die nicht nur dialektische sondern auch korrekte Umkehr des Urteils, das von den Füßen auf den dämlichen Kopf gestellt worden war: „Es ist die Reichsparteitagsstadt…“ Eben man soll sich von Markus Söder und ähnlichen Vasallen nicht den Verstand vollends verdrehen lassen, obwohl immer wieder neue Guttenbergs auftauchen werden, die uns Tomaten auf die Augen kloppen wollen. Die heißen dann eben Friedrich. Über STUTTGART kann man die leicht zu lösende Quiz-Frage lesen: „Wo schießt man Rentnern Augen aus, damit sie in sich gehen?“ Vielen Dank, Thomas Gsella, dein Buch gibt Hoffnung, dass aus Deutschland der Verstand nicht gänzlich abgewandert ist und nur noch Hochstapelei übrig blieb…
Ich hab ja nicht nur Gsella auf der Liste: da ist Bloch, grad hab ich Habermas und Kierkegaard am Wickel …
Obwohl Kierkegard wirklich recht entspannt zu lesen ist .