Der mißlungene Versuch, die Wahrheit zu erkennen.
Da fiel mir vor einigen Tagen etwas auf: So manches erscheint schräg oder schief, aber nicht, weil es selbst schräg oder schief ist, sondern weil eine Bezugslinie das ist. Und dann erscheint der Winkel zwischen Ding und dieser einen Bezugslinie (selbst bei mehreren vorhandenen) nicht ganz ein rechter Winkel zu sein. Et voila: das Senkrechte scheint geneigt, das Waagerechte scheint ein Gefälle zu haben. Sehr putzige Interpretation innerhalb des Denkichts. Was ist denn nun mit dem Kirchturm hinter jener Mauer: Senkrecht oder schräg, schief oder nicht? Und kann ich diese Erkenntnis, diese Vermutung auf auf völlig andere Dinge anwenden?
Es war, ist und wird für mein Hirn schwierig, soetwas richtig einzuordnen, wenn ich keine direkte Möglichkeit habe, das Schiefe zu erkunden. Ob ich in Zukunft ein Lot oder eine Wasserwaage mitnehmen werde, ganz gleich wohin? Wenn es nunmal der Wahrheitsfindung dient …
Erinnerung des Tages:
Ein Malermeister, der auf eine frisch gestrichene Wand (Farbe, nicht Tapete) ein Muster aufwalzen wollte (um 1970 herum), ließ eine rußgeschwärzte Lotschnur an diese Wand schnipsen und hatte damit die perfekte senkrechte Linie zur Orientierung.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 09.09.2026 ein Mittagsschlaf, das echte Herbstgefühl (vom Wetter her), viele hochinteressante private Neuigkeiten.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

