Jetzt bin ich es doch, trotz Unlust und Aufschieberei.
Im allgemeinen bin ich gern gut vorbereitet auf das, was vor mir liegt. Mit vagen Ankündigungen von irgendetwas, über das mir aber nichts Konkretes mitgeteilt wird, komme ich überhaupt nicht zurecht. Da kann mir noch so oft versichert werden, daß es nichts Schlimmes, was Schönes, etwas, das ich mir schon lange wünsche sein wird: Nein, das läßt jede Vorfreude schlagartig erlöschen. Nicht Angst, aber Widerwillen macht sich in mir breit. Und manchmal habe ich keine Lust darauf, etwas für mich selbst vorzubereiten, obwohl oder gerade weil ich weiß, was mich erwartet.
Ich mußte mich heute vorbereiten auf das Pfingstwochenende. Also: all meinen Krempel überprüfen, ein oder zwei Sachen auffüllen, dies oder das noch verändern. Aber ich schob das den ganzen Tag vor mir her. Hatte so gar keine Lust. Und weiß doch, daß das Pfingstwochenende großartig werden wird. Und ein wenig feucht bis naß, denn es werden für Feitag bis Sonntag noch Regenschauer vorausgesagt. Nicht schlimm, denn der Pfingstmontag wird bis jetzt noch als regenfrei und sonnig prognostiziert. Es bestehen also gute Chancen, alles trocken wieder einzupacken.
Erst nach 17 Uhr begann ich relativ hektisch mit dem Notwendigen. Als erstes schrieb ich den Einkaufszettel, den ich morgen am Beginn der Fahrt brauche. Dann die Schreibkiste, die Garderobetüte, die Lebenskiste. Meinen Stecken darf ich nicht vergessen und eine Regenjacke. Und jetzt, wo beinahe alles fertig ist, kommt auch langsam Vorfreude und Lust auf die Begegnungen auf. Drei Tage Bruder Emil als Marktmöch im Zelt auf Burg Regenstein in Blankenburg am Harz. Und am meisten freu ich mich gerade auf die Zeit, die ich hoffentlich im Zuber verbringen werde.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Aus meinem Kleiderschrank habe ich alle gefundenen blauen Jeansklamotten in den Altkleidercontainer umgeräumt.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 5. Juni 2025 war ich zufrieden mit den während des Aufschiebens erledigten Nebensachen, mit den doch geschafften Vorbereitungen, mit schon verladenem Kram.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Werd ich ziemlich sicher haben. Mal sehen, ob jemand vorbeikommt, der mich aus dem #Fediverse kennt.
Ich bin auch noch in Schönfels (bei Zwickau) irgendwann …
Ah, 9.8. und 10.8. 😉
Viel Freude als Mönch.