291–2024: Rattenschwanz

Positives Erleben ist selten geworden, aber noch immer möglich.

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Ein erstes Treffen bisher unbekannter Menschen, das auf Anhieb locker und gelöst ist und bleibt, in dem sich sofort vertraut wird, ist eines, das voraussichtlich keinen Rattenschwanz an Problemen nach sich zieht. Die Ehrlichkeit und Offenheit aller läßt keine Mißgunst aufkommen, da entstehen keine Verdächtigungen, da wird Nichts und Niemand abgewertet, da sind einfach Menschen mit- und beieinander und freuen sich des Lebens.

Ach, das möchte ich gern öfter erleben, gern auch wieder mit der heute erlebten Fachsimpelei ohne Belehrungen und Bewertungen.

 

Erinnerung des Tages:
Die Treppe auf den Dachboden bei den Mecklenburger Großeltern war sehr steil mit sehr kurzen Stufen, dort lernte ich, eine solche rückwärts hinunterzusteigen wie auf einer Leiter.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 17. Oktober 2024 mit dem frühen und ruhigen Start in den Tag, mit den netten Interaktionen (selbsterlebte und beobachtete), mit so einigen Inspirationen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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6 Kommentare zu 291–2024: Rattenschwanz

  1. Gudrun sagt:

    Dieses rückwärts die Treppe absteigen hat man uns in einer Mühle im Dithmarschen beigebracht. Kein Müllerbursche würde vorwärts laufen und mit einem Sack auf dem Rücken schon gar nicht. Hach, lange ist das her, bei uns beiden wohl.
    Positives Erleben muss möglich bleiben, weil man sonst keine Kraft hat, mit weniger Positivem fertig zu werden.

    • Der Emil sagt:

      Ja, es ist lange her. Ich war über mich selbst erstaunt, als ich gestern – ohne nachzudenken – eben rückwärts eine solche Treppe hinabstieg und dabei beobachet wurde. (Manches verlernte ich also doch nie …)

  2. Elvira sagt:

    Ja, diese Treffen gibt es. Ich kenne seit vielen Jahren eine Bloggerin (sie bloggt allerdings nicht mehr), mit der es zuerst einen Austausch über die Kommentare gab, dann schrieben wir uns Mails, telefonierten schließlich zunächst ohne Bild, dann mit. Vor kurzem erst trafen wir uns persönlich, sie wohnt leider etwas weiter weg. Ein zweites Treffen folgte. Jetzt videofonieren wir wieder, selten unter zwei Stunden, in Abständen von ca zwei Wochen. Zwischendurch kurze Statusmeldungen via Messenger. Es fühlt sich immer noch gut an! Für uns beide! Ich dachte immer, dass man im höheren Alter keine neuen Freundschaften aufbauen könne, da es doch keine gemeinsame Vergangenheit gibt. Aber das ist ein Irrtum! Man darf nur nicht den Fehler begehen, dem Anderen seine eigene Biografie gleich zu Anfang überzustülpen.
    Und ja, diese Treppenerfahrung hätte ich letztens brauchen können, als ich in einem Haus in einen Keller geführt wurde (zur Besichtigung diverser Aquarien) und die Treppe aus schmalen Steinstufen mit einem etwas wackeligen Eisengeländer auf nur einer Seite bestand.

    • Der Emil sagt:

      Oh. Dieser Gedanke kam mir noch nie: daß es für Freundschaften gemeinsame Vergangenheit braucht oder geben muß …

      • Elvira sagt:

        Das habe ich etwas falsch formuliert! Neue Freundschaften können natürlich entstehen. Ich konnte mir aber nicht vorstellen, dass sie diese Tiefe haben könnten, so wie alte, über Jahre und Jahrzehnte „gereifte“ Freundschaften. Weißt du, diese, in denen man sich auch längere Zeit nicht sieht und spricht, und dann, wenn man sich wieder trifft, die alte Verbundenheit sofort wieder da ist.

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