030–2024: Innenstadt

Aber eigentlich geht es um das drumherum.

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So begab ich mich heute aus der Außenstadt ins Zentrum, in die Innenstadt. Was? Außenstadt ist kein Wort, keine Bezeichnung von auch nur irgendwas? Ja aber: Wie wird denn dann das genannt, was einfach wirklich nicht Innenstadt ist? Und wieso spricht man von Stadtzentrum, aber nicht Stadtperipherie? Na klar, Stadtrand ist etwas, das auch ich kenne. Aber wie nennen die Menschen denn das, was zwischen Innenstadt und Stadtrand liegt, und zwar nur das, was also den Stadtrand und die Innenstadt nicht mit einschließt?

Also, ich war heute in der Innenstadt. Ohne Ziel, ohne Grund. Na gut, ich habe diverse Läden abgeklappert auf der Suche nach bestimmten Kerzen. Aber die gibt es wohl nur kurz vor oder in der Weihnachtszeit zu kaufen. Hmpf. Und weil ich unterwegs an dieser einen, speziellen Buchhandlung vorbeikam, konnte ich etwas Spezielles dort kaufen. Die rote britische Telefonzelle auf dem Markt, die jetzt ein öffentlicher Bücherschrank, eine #publiclibrary ist, konnte ich nicht wirklich ignorieren: Schließlich hatte ich einmal mehr einige hineinzustellende Bücher im Rucksack.

Nach Fotomotiven habe ich mich auch umgeschaut. Sogar fotografiert habe ich. Die Bilder aber sehe ich mir erst morgen an. Mit etwas zeitlichem Abstand fällt es mir leichter, ungelungene einfach zu löschen. Mehr als diese Bilder und das Ding aus der Buchhandlung habe ich aus der Innenstadt nicht mit zurück in die Außenstadt gebracht.

Doch, da ist noch etwas: zwei Sätze, die ich im Bus hörte und die jetzt bei mir noch ein wenig nachreifen müssen.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Zwölf Bücher habe ich in den öffentlichen Bücherschrank gestellt.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 30. Januar 2024 mit dem Brötchen zum Frühstück statt des Keks', mit dem Ausflug in die Innenstadt, mit den zwei leerge­trun­kenen Kannen Kräutertee.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Kommentare zu 030–2024: Innenstadt

  1. Gudrun sagt:

    Die Leipziger sind da butzsch. Ich wohne ja auch weit draußen. Und wenn jemand in die Innenstadt will, wie du sagst, dann fahren sie „in die Stadt“. Da stellt sich schon die Frage, ob die anderen eine andere Adresse haben. Vielleicht liegt das daran, dass Lindenau, Schönau u.a. mal eigenständige Dörfchen waren, die so ganz langsam von der Stadt geschluckt worden waren.
    Es ist schon interessant, was du da angestoßen hast.

    • Der Emil sagt:

      Das gibt es ja hierzustadt auch, diese geschluckten Dörfer und Städte. Das begann im Mittelalter und hörte erst am 6. Mai 1990 auf mit der Eingemeindung der selbständigen Stadt Halle-Neustadt nach Halle … Und da finden sich immer viele lokale Traditionen und lokalen Sprachgebrauch, die das Vorher weiterbestehen lassen.

      • Bei uns in Bad Homburg heißen die Teile dazwischen Stadtteile und werden nach den früheren Dörfern genannt, zum Beispiel: Stadtteil Dornholzhausen oder Stadtteil Kirdorf.

        • Der Emil sagt:

          Ja, hier auch: Stadtteile, Viertel und mittlerweile sogar Quartiere. Und wenn ich alles, was nicht Innenstadt und nicht Stadtrand ist, auf einmal benennen will, was sage ich dann?

          Ich weiß, die Antwort auf diese Frage ist keineswegs überlebenswichtig – aber irgendwie wurmt es mich, daß ich keinen Begriff dafür kenne oder finde.

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