Für mich passende Musik zur Winterzeit.
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Das ist der 14. Adventskalender hier. Ich widme ihn allen, die krank sind oder Unterstützung benötigen, und allen, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen wieder für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
Im Radio dudelt Weihnachtsmusik, die von der Art, die ich nicht ausstehen kann. Die, die auch in allen Supermärkten, anderen Läden und auf den Weihnachtsmärkten dudelt. Die Musik, die „modernisiert” wurde mit sogenannten Beats. Grauslich. Das, das klingt nach Disko im Sommer, nach Saufgelage irgendwo, aber nicht nach Weihnachten. Nein. Ich schalte das Radio aus.
Und nun? Natürlich brennen Kerzen, und ja, auch mein liebster Räucherkerzenduft weht durchs Zimmer. Eine Schallplatte wäre jetzt schön, doch ich habe keinen Plattenspieler mehr. Auch einen CD-Player habe ich nicht mehr, denn CDs könnte ich ja am Rechner hören. Und: Viele Tonträger habe ich in Musikdateien umgewandelt, die liegen auf einer externen Festplatte herum. Wonach steht mir denn jetzt der Sinn?
Ich schenke mir eine Tasse Kaffee ein, schneide mir ein Stück Stollen ab. Weihnachtsmusik, Wintermusik von Zuhause vielleicht, aus dem Erzgebirge. Am besten ganz „roh” – und da fällt mir nur einer ein. Es gab vor Jahren einige CDs mit Originalaufnahmen aus den 1920er Jahren und aus späterer Zeit. Auch diese Lieder habe ich als Audiodateien. Die höre ich mir jetzt an. Vor etwa 100 Jahren sang er von Winter-Dingen, die heute vielleicht niemand mehr kennt: Anton Günther, der auch als Erfinder der Liedpostkarte gilt.
Wer den Text des folgenden Liedes aus dem Jahre 1899 nicht versteht: Es hat einen eigenen Wikipediaeintrag, in dem steht der Originaltext in (alter) Erzgebirgischer Mundart und gleich daneben die „hochdeutsche Übersetzung”.
Anton Günther – Da Uf'nbank, Originalaufnahme
(wahrscheinlich zwischen 1921 und 1931 entstanden).
Ohne den Datensammler auch da zu sehen:
Yewtu.be
Es ist ein Winterlied. „'s Tholer-Hans-Tonl” singt von Schnee und Hutzen und von der Ofenbank, auf der es bei kaltem Wetter äußerst gemütlich und heimelig war und ist. Damals wurde auch noch Pfeife geraucht in den Stuben. Und: Anton Günther sprach noch ein Erzgebirgisch, in dem das R gerollt wurde wie im Böhmischen – wo er ja geboren und aufgewachsen war und auch begraben liegt – oder um Zittau herum oder im Vogtland. Das war keine persönliche Sache, das war fast überall so.
Heute frage ich euch wieder etwas: Wer von euch saß dennjemals auf einer Ofenbank, wie ich es als Kind und Jugendlicher hie und da noch tun konnte? Oder könnt ihr das sogar heute noch?
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Am 7. Dezember 2023 war ich zufrieden mit einem angekommenen Bücherpaket, mit meiner inneren Ruhe (die war gestern außergewöhnlich), mit zwei Bechern heißen Mets am Abend zuhause.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung). Die Musik im Video ist gemeinfrei.


Vor dem großen Kachelofen meiner Eltern steht eine Ofenbank. Da sitzen während der kalten Jahreszeit besonders gerne die Damen. Der Platz tut auch dem Rücken gut, weil die Wärme des Ofens so angenehm entspannend ist.
Ja, zuhause (und bei den Mecklenburger Großeltern) stand jemeils eine am Kachelofen. Und in Kneipen, wie gesagt, sah ich das auch oft. Und ja, die Wärme war wunderbar für den Rücken.
Ich habe mir immer eine Ofenbank gewünscht.
Irgendwann war ich mal unterwegs in einer Gaststätte. Da durfte ich mir das Plätzchen auf der Bank am Ofen wählen. Die hatten so etwas. Wenn ich nur wüsste, wo das war. Ich habe es vergessen, die Ofenbank nicht.
Es wird eine Kneipe gewesen sein, in der mit einem Kachelofen geheizt wurde. Davon gab es früher ziemlich viele. Selbst die Gartenkneipe im „Freien Blick“ hatte einen, daher tippe ich auf Gartenlokal (oder Ausflugslokal auf einem Berg).
@muldenkind
Du singst selbst auch mit?
@deremil@deremil.blogda.ch
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