Über das, womit ich so manchen ganzen Tag beschäftigt bin.
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Beobachtung an mir: Je länger das Leben dauert (mein Leben), desto mehr Fragen habe ich, an mich, an die Welt, an „Gott” usw., zu allen möglichen und unmöglichen Themen. Und desto weniger schwer leichter, einfacher, sicherer kann ich damit umgehen, daß einige der unwesentlicheren Fragen unbeantwortet bleiben (wobei ich nicht sagen kann, was die unwesentlicheren Fragen zu solchen macht).
So sieht es aus, wenn ich meinem Denkicht Freilauf gebe, also stumm am Schreibplatz sitze und Löcher in die Luft starre. Ich gab ja gestern zu, daß ich auch beantwortete Fragen habe (z. B. drei, die mein Schreiben betreffen). Aber es gibt so viele andere Dinge, zu denen ich Fragen habe; und je kürzer die Zeit wird, die mir noch für Antworten zur Verfügung steht, desto mehr Fragen scheinen es zu werden. Ich schreibe bewußt „scheinen”, denn es kann auch sein, daß nur ein selbstgemachter Zeitdruck diesen Eindruck erweckt.
Jedenfalls habe ich auch versucht, mich an Fragen zu erinnern, die ich mir in meinem Leben schon beantwortet hab (außer den drei gestern genannten). Uff! Nun, viele der Fragen, die ich mir stellte, sind mit dem Verschwinden meines Heimatlandes (jajaja) einfach hinfällig geworden. Andere tauchten erst danach auf. Und viele der beantworteten Fragen sind mir zu privat, zu persönlich, um hier darüber zu schreiben. Aus den beantworteten Fragen wurden auch Lebenseinstellungen, grundsätzliche Verhaltensweisen, Maximen des eigenen Lebens. Ja, so hochtrabend läßt sich vieles nennen, was nichts anderes als das konsequente Einhalten von Vorsätzen, Entscheidungen u. ä. ist: nur noch Schwarz zu tragen, täglich etwas zu schreiben, Bücher nur noch zu lesen, wenn ich sie in den öffentlichen Bücherregalen finde, diesen einen ganz bestimmten Ring zu tragen und andere Kleinigkeiten mehr.
Was ich mich dann auch fragte (und schon häufig fragte und mich bestimmt noch häufig fragen werde), ist, ob dieses Grübeln über die Fragen meines Lebens irgendeinen Sinn hat, ob mir das irgendetwas „bringen” kann. Ich weiß nicht. Aber jetzt genug der Fragerei, ich hab noch zu tun, da ist noch so viel, das auf seine Erledigung wartet. Da beende ich mein Geplapper vorerst besser.
Ob es wohl sinnvoll wäre, all die Fragen – immer sofort dann, wenn sie in mir auftauchen – festzuhalten, zu notieren?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen. Auf eure Kommentare werde ich aber diesmal nicht antworten.
P.S.: Am 12. Juni 2023, dem Tag des Tagebuches, war ich zufrieden mit Honigbrötchen zum Frühstück, mit einem Spaziergang auf der Ziegelwiese, mit dem Bad in der Wanne voll lauwarmem Wasser.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


@deremil Ja, ich verstehe Dich. Das treibt mich auch um, mal mehr — mal weniger. Je nach mentaler Verfassung.
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Out off Order: Alles Gute zum Geburtstag! …und noch dazu ein runder.
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