Dank einer Wortspende handgeklöppelt.
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Diese genervte Verlegenheit. Immer wieder passierte es, daß sie keine Worte fand, die sie aufschreiben konnte. Und daß sie auch in ihren Vorräten, auf all ihren unzähligen Zetteln und Seiten beschriebenen Papiers keine wirklich passenden mehr entdeckte. Sie wußte, daß das nur an ihrer gerade ziemlich gedrückten Stimmung lag, an der Überlastung, der Traurigkeit, der Müdigkeit. Denn es waren genügend Worte da, sie fand nur keine, die ihr passend erschienen. Das war und ist die Krux ihrer Existenz, ihres Schreibens: Alles war und alles ist den Schwankungen ihres Gemütes unterworfen. Natürlich hatte sie schon gelesen, daß es den Schriftstellerinnen und Schriftstellern nicht anders ging. Viele von ihnen hatten auch kein probates Mittel gegen diese Art der Wortlosigkeit. Sie alle kannten das niederdrückende Grau dieser Qual: Wo bleibt das Wort, wieso fliegt mir kein Satz zu, weshalb gelingt nicht einmal die kürzeste Geschichte. All die Zweifel an der, an ihrer Bestimmung, die sie bisher für sich angenommen hatte – Geschichten, Phantasien zu verschenken –, all diese Zweifel brodelten in ihr wie ein Sturm.
Es wollte nicht werden mit einer neuen Geschichte. Nein, es wollte nicht, das hatte sie nach zwei Stunden vor dem leeren Blatt realisiert. Da half wohl nur noch Ablenkung. Ablenkung von der selbstauferlegten Pflicht des Schreibens. Mit irgendetwas, bei dem ihre Gedanken wie von selbst wieder ins freie Fließen kommen konnten. Sie überlegte nicht lang. Bügeln oder etwas in der Küche tun hatte zur Auswahl gestanden. Bügeln. Nein, an diesem Tag nicht. Sie beschloß, einen Apfelkuchen zu backen und ging in die Küche.
Auch ich saß heute mehrmals ideenlos vor den leeren Seiten. Dann fragte ich einfach bei Twitter, ob mir da jemand drei Stichwörter nennen könnte. Sturm und Grau und Apfelkuchen schlug mir Ines dankenswerterweise vor. Die nachfolgenden Wortspenden hebe ich mir für später auf. Danke auch dafür.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für die Wörterspende und fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich 30.01.2022 einige erledigte Arbeiten, die lange Zeit in der Badewanne, Brokkoli mit brauner Butter zum Abendessen.
Für Morgen zog ich die Tageskarte Zehn der Kelche.
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