2021,328: Zuende

Ja ja ja – und doch geht es weiter.

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Heute – nä? – heute hab ich ja mal so gar keine Lust, etwas zu schreiben. Und doch … Ich mein, da sind ja die vielen Jahre, in denen ich es doch jeden Tag geschafft habe. Will ich heute damit anfangen? Womit? Na damit, die Zügel schleifen zu lassen, faul zu werden. (Oder wie ich es früher genannt hätte:zu versagen. Aber ich weiß ja, daß die Schreiberei etwas ist, das ich aus freien Stücken tu und ich somit, wenn ich einen Tag oder ein paar Tage nichts veröffentliche, eben NICHT versage oder versagt habe, sondern nur andere Prioritäten habe/hatte.) Nein, die tägliche Bloggerei ist noch nicht zuende.

Ich weiß, ich habe schon öfter darüber geschrieben und gejammert. Ich möchte es nicht tun. Und tu es doch. Weil es mich wurmt, daß ich heute zwar sieben Seiten Text in einer linierten DIN-A5-Kladde beschrieb, davon aber nichts für den Blog geeignet ist. (Ja, ich habe auch noch eine Idee für eine Advents­kalen­der­geschichte in Stichpunkten festgehalten. Das ist auch einiges wert. Ich weiß.) Alles nur Sachen über mich und meine Vergangenheit, zu konkret und mit zu vielen Namen versehen. Das Denkicht arbeitet sich daran fest, es muß vieles wieder zusammengefügt werden und … Meine Geschichte und mein Lebenslauf sind ziemlich seltsam und löcherig bisher. Warum nur? Was war in den Zeiten, an die ich mich noch immer nicht erinnern kann? Auch darum ging und geht es im Notierten.

Ach, wie erleichternd wäre es, wenn ich von anderen Menschen wüßte, denen es auch so geht: Es fehlen mehrere große Stücke der Vergangenheit komplett in der Erinnerung. Da ist nichts geblieben; und das ist für ganze Jahre doch sehr ungewöhnlich. Und es sind Jahre aus meinem Erwachsenenleben, die mir noch immer fehlen. — Warum mich das grad heute wieder so beschäftigt hat, weiß ich auch nicht. Es ist so verdammt vieles, was ich gerade nicht weiß. Und wie bringe ich das hier jetzt zuende?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 24.11.2021 waren positiv ein klärendes Gespräch, eine Idee für die nächste Magazinsendung, Linseneintopf.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Kelche (Weg trotz Entbehrungen und momentaner Unsicherheit weitergehen).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Kommentare zu 2021,328: Zuende

  1. Ulli sagt:

    Lieber Emil, ich bewundere ja deine Disziplin und ich weiß auch, warum du sie hälst, gleichzeitig aber kann ich dich nur ermutigen auch mal nix zu schreiben und dich dem zu widmen, was dann Prioritäten hat. Ich musste das auch erst üben, mittlerweile klappt es ganz gut, ohne dass ich Versagensängste hätte. Wobei meine Ängste mehr dahin gingen, dass man mich dann sofort vergisst, was genauso wenig Boden hat, wie, dass du versagst, wenn du mal nichts schreibst.

    • Der Emil sagt:

      Mittlerweile ist das tägliche Bloggen eine Routine, wie (hoffentlich) erkennbar ist, funktioniert das auch „ohne Lust“ (was natürlich ein wenig geflunkert war, denn schreiben wollte ich ja doch …) recht gut.

      Nix veröffentlichen (schreiben tu ich ja sowieso) ist so ein Ding. Irgendwie ist der Blog nämlich auch eine „Lebendbescheinigung“ von mir für mich (und andere, ja).

  2. Sonja sagt:

    Ja, doch, kenne ich in ähnlichen Ausführungen…

    Ist die nächste Magazinsendung der Buchfink?

    Gruß von Sonja

    • Der Emil sagt:

      Nein. Magazin ist die andere Sendung, an der ich beteiligt bin: Jojo – das Magazin zum Auf und Ab des Lebens (früher scherzhaft „von Bekloppten für Bekloppte“ genannt) …

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