Ist das etwas, das heute wirklich unüblich geworden ist?
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Wem bin ich denn noch verpflichtet? Wem nur? Ach, ich wäre es gern: Jemandem verpflichtet. Ja, wirklich, auch wenn das sonderbar klingt. Denn es ist unmodern geworden, befürchte ich. Es gibt meiner Beobachtung nach viele Menschen, die sich der Bedeutung dieses „verpflichtet sein” überhaupt nicht mehr bewußt und/oder sicher sind. Für mich jedenfalls ist das immer etwas gewesen und ist es noch immer etwas, für das ich mich selbst entscheide, aus meinem Willen heraus. Und es ist nichts, das mir jemand aufbürden oder überstülpen konnte oder kann oder könnte. Niemals war ich außerdem „einer Sache” verpflichtet. Auch nicht, als das noch so verlangt oder für selbstverständlich gehalten wurde. (Gut, eventuell fühlte ich mich früher einem Land verpflichtet, aber ob ich es war …) Ich weiß heute deshalb immer noch nicht oder nicht mehr, wie das gehen soll und wozu das nützlich sein soll, dieses einer Sache verpflichtet sein.
Menschen, die nichts und niemandem verpflichtet sind: Nennen wir die vielleicht verloren? Oder sind die nur sonderbar frei oder besonders frei?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 26.10.2021 waren positiv Schlaf von Fünf bis Zwölf, Kuchen zum Kaffee am Nachmittag, ein sortierter Haufen „Zeugs”.
Die Tageskarte für morgen ist XII – Der Gehängte (eine Situation ohne Möglichkeit zum Eingreifen aushalten).
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

