Was auf dem hiesigen Marktplatz zu erleben ist.
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Es wird noch gehandelt auf dem Hallischen Markt. Aber nicht mehr gefeilscht. Und es gibt – bis auf ein paar überlaute Kinder – auch keine keifenden Marktweibsen mehr. Für eine trotzdem recht beachtliche Geräuschkulisse sorgen der laut rauschende Brunnen und die ständig fahrenden Funkenkutschen (so werden hier in der Stadt die elektrischen Straßenbahnen genannt). Ich sitze mit dem Rücken zur Sonne und beobachte und schreibe. In den Fenstern von Rathaus und Kaufhaus spiegelt sie sich, das weiß ich. Aber noch steht die Sonne zu hoch und außerdem im falschen Winkel. So kann mich der gespiegelte Glanz der Sonne nicht blenden und ich sehe die Menschen vorübergehen.
Wenn ich später im Schatten säße, würde ich vom Gleißen gestört.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 13.07.2020 waren ein Ausflug in die Stadt, Hirsebrei mit Fischstäbchen, das Träumen in der Badewanne.
Die Tageskarte für morgen ist XV – Der Teufel.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Eine deiner Lieblingsbeschäftigung zur Zeit, auf dem Markt sitzen, lauschen, sehen und schreiben. 🙂 Es liest sich immer wieder schön idyllisch.
Viele andere Dinge sind ja leider noch nicht möglich …
Da hast du leider recht Emil.
Wie machst du den Hirsebrei? Verrätst du es bitte?
Nun, ich nehm die Bio Goldhirse vom A*DI. 500 ml Wasser mit gekörnter Brühe zum Kochen bringen (meist nehm ich sogar noch mehr Wasser, weil es mir zu trocken ist, aber das muß jede selbst passend herausfinden), dahinein 200 ml Hirse (heiß abgebrüht). 10 min köcheln lassen, dann schalt ich die Platte ab und laß den Brei UNGERÜHRT etwa 20 min ziehen. Nun gibt es noch Butter (bei mir ordentlich Butter) drauf. Ist mein Ersatz für Kartoffelpürree. Kann auch süß gemacht werden, dann ein wenig Zucker und eine Prise Salz ins Kochwasser geben statt der Brühe. Hält sich kalt im Kühlschrank in einer verschloßnen Dose auch drei Tage.
Danke.
Ich bin großer Fan von Momentaufnahmen in schriftlicher Form. Deine, heute, mag ich sehr.
Keifende Marktweiber?😳
Früher gab es die ja mal, und auf den Märkten, auf denen ich auch ab und an unterwegs bin, kommt auch die Sprachform „keifende Marktweibsen“ vor.
Nicht schön für die Frauen, die auf den Märkten ihren Lebensunterhalt verdienten. Finde ich.
Hm. Ich finde es immer etwas schwierig, die Vergangenheit bis in kleine Details nach heutigen Maßstäben zu verurteilen … Heute würde diese Wortwahl außer in meinen Texten auch nicht benutzen, aber im Text haben sie für mich eine gewisse Funktion.