Alles andere kann ich ausblenden.
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Ab und zu sitze ich mehr oder weniger lange einfach nur da und beobachte. An manchen Tagen sehe ich Tauben auf meinem Fensterbrett, an anderen im Wind schwankende Bäume, Insekten und anderes Getier auf Wiesen und im Wasser, gar Menschen und Fahrzeuge in der Stadt. In solchen Momenten kann ich ganz versinken, alles bis auf das Beobachtete vergessen, ausblenden, nicht beachten. Es sind Minuten oder Stunden voller Ruhe und Dankbarkeit, manchmal mit Wehmut und Erinnerungen verbunden. Immer aber fühle ich mich dann bei mir, lebendig. Und immer bin ich beim Beobachten neugierig, ob ich etwas entdecke, das ich bisher nicht wahrnahm. In der Betrachtung versunken …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 09.02.2020 gutes Frühst&6uuml;ck nach dem Ausschlafen, ein Kurzbesuch, eine sehr interessante Beobachtung (nein, keine Details oder nähere Angaben).
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Schwerter.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das klingt schön. Ich hätte auch gerne die Muße dazu. Ich könnte sie mir nehmen. Aber gerade frisst mich der Alltag auf. Leider.
Wie schön. Ich auch. Immer öfter.
Schön beschrieben!
Einfach nur da sitzen und schauen, eine auch von mir geliebte „Tätigkeit“!
Mir gefällt die Idee, dass auch das Auge einen Alterungs- und Reifeprozess durchläuft. Abnehmende Sehschärfe bei wachsender Vielfalt und Vielfalt.