Nº 266 (2019): Lernhilfe & Vertrauensgrund

Diabetes Mellitus und Pflege.

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Mal etwas über Pankreas und Diabetes Mellitus aus der Sicht von Pflegefachkräften lernen und dabei das eigene Wissen, die eigene Erfahrung und die eigene Krankengeschichte zum Wohle der Lernenden einsetzen. Sonderbares Gefühl dabei, ist wohl aber normal so. Immer wieder die Mär von den gegen den Diabetes Mellitus einsetzbaren Hilfen wie Bewegung, Selbstkontrolle, Ernährungsanpassung – mag sein, daß insbesondere diese drei Elemente einsetzbar sind. Aber sind sie eben nur wenig dogmatisch hilfreich, auch wenn sie gebetsmühlenartig gefordert “empfohlen” werden. Wenn ich noch dazu an Gicht erkrankt bin und die eine oder andere Nahrungsmittelunverträglichkeit entwickelt habe: Was dann?

Gerade bei Diabetikern werden übliche Zivilisationskrankheiten (KHK) ja gerne als “Folge des Diabetes” eingeordnet, obwohl da eine völlig unabhängige Erkrankung ebenso möglich ist (ich weiß, aber Statistik kann auch nicht immer Kausalität und Koinzidenz voneinander unterscheiden). Nun, ich halte besser meine Klappe und lasse die HM der Pflegeausbildung unangetastet.

Ich weiß, daß es Standardbehandlungen und Standardmedikationen gibt, die vielen Erkrankten helfen. Und doch bin ich der Meinung, daß eine individuell angepaßte Therapie IMMER besser ist als ein Standard, der zwar hilft und damit Linderung verschafft, aber eben nicht optimal sein kann, weil es weder den Standard-Patienten noch die Standard-Erkrankung gibt. Klassische Symptome und klassische Krankheitsverläufe gibt es mit ziemlicher Sicherheit, und doch können deren Ursachen und Verlaufsgründe unterschiedlich sein (insbesondere individuelle Vorschädigungen, Resilienzen und Resistenzen sind üblich). Deshalb vertraue ich lieber einer Ärztin oder Pflegenden, die meine individuellen Dinge bemerkt und berücksichtigt, als jemandem, der nach Schema 08-15 vorgeht.

Und genau das, diesen Blick über den Standard-Aufwand und die Standard-Kosten bzw. -Margen hinaus, hinweg, habe ich aus Sicht des Erkrankten und potentiell Pflegebedürftigen zu bedenken gegeben. Prüfungsrelevant ist es nicht – aber eine aufgenommene Bestärkung für die alltägliche Arbeit ist es wohl.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 23.09.2019 waren positiv die ungewohnte Zusammenarbeit, eine blaue Couch, Lernerfolge nicht bei mir.
 
Die Tageskarte für morgen ist das As der Kelche.

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Über Der Emil

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3 Kommentare zu Nº 266 (2019): Lernhilfe & Vertrauensgrund

  1. Nati sagt:

    Diese ersten Standart-Aussagen beim Arzt kann ich auch nicht leiden.
    „Sie sollten aber dieses oder jenes“ ….., dabei ist die Erkrankung Genetisch bedingt und nicht wegen ungesunder Lebensweise.

  2. Sofasophia sagt:

    Standards sind bestenfalls Anhaltspunkte, um ins Gespräch zu kommen. Ist auch bei andern Krankheiten so.
    Wohl den Fachleuten, die ihre Lernbereitschaft nicht nach den letzten Prüfungen aufgeben!

  3. wildgans sagt:

    Bei so einer mehrstündigen Schulung war ich auch gerade, doch immer, wenn eine etwas persönlichere Frage kam, wie etwa, ob Diabetes bei hohem Stress „entgleisen“ könne, wurde schnell abgewiegelt: Nein, nein, Sie müssen nur….
    Gruß von Sonja

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