Und ich weiß nicht, wie “Getuh” zu übersetzen wäre.
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Überraschend besuchte ich heute Menschen, die ich … nun, eine lange Zeit nicht besuchen konnte. Und wie jedesmal, wenn ich sie besuche, wird mir etwas aus meiner Vergangenheit (i.w.S.) mitgegeben. Heute zum Beispiel dieses eine Buch, das neben seinen Werken der Dichtkunst auch eine Liste seiner Erfindungen, eine gute Biografie und die ihm zugeschriebenen Sprüche enthält: Als jemand, der zwei Jahre Schulhausmeister in Frohnau war und täglich mit der danebenliegenden Stadt und ihren Menschen zu tun hatte, war ich und bin ich und bleibe ich Verehrer der Legende, die allgemein “'s klaane Getuh” genannt wurde und den ich selbst zwei- oder dreimal traf.
Arthur Schramm, echter, waschechter! Annaberger (heute Annaberg-Buchholz). Bekannt unter seinem Spitznamen “'s kleene Getuh”, anderswo “'s klaane Getuh” geschrieben und gesprochen. Ach, er hat so viele schöne und unfreiwillig komische Dinge geschrieben. Und war Zeit seines Lebens ein ganz bescheidener Mann geblieben (denn dieser Spruch wird ihm nur zugeschrieben):
Die größten Dichter, die wir ham'
sind Goethe, Schiller und Arthur Schramm.
Goethe und Schiller gingen zur Ruh',
übrig blieb das “Kleene Getuh”.
Mario Kaden: Arthur Schramm – 's kleene Getuh. Sein Leben und sein Dichten. S. 254
© 2008 Altis-Verlag GmbH, Friedrichsthal. ISBN 978-3-910195-25-3
Arthur Schramm. Erzgebirger – Aarzgebirger mit Leib un Seel vun frieh bis ohmd/obnd. Hach. Ich hab mich in seinen kleinen Sächelchen festgelesen heute. Und danke den beiden Menschen dafür, daß sie mir genau dieses Buch heute gaben.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 19.08.2019 waren positiv eine winzige Eidechse, herumgetragene Möbel, ein Besuch.
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Schwerter.
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