Was so zu sehen ist.
To get a Google translation use this link.
Bahnhöfe haben – so sie noch nicht zu einem dieser betonierten Haltepunkte degradiert wurden – in aller Regel mindestens eine Ecke, in der die Reisenden ein Hauch Melancholie umweht. Meist sind es unberührte Räumlichkeiten, in denen die Zeit stehengeblieben scheint, irgendwann in der eigenen Vergangenheit, Jugend gar. Was geschah auf Bahnhöfen, auf dem Bahnhof: der erste Abschied, der Start ins erste Abenteuer?
Selbst völlig fremde Bahnhöfe haben auf mich diese Wirkung. Ich nenne sie oft in Gedanken ein “Dazwischen” …

Typische Bahnhofsunterführung, gefliest in 70er-Jahre-giftbeige mit schrägen Lichtbändern und Gepäckschließfächern.
Bahnhofsflair …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 08.03.2019 waren positiv der Ausflug, das gehaltene Versprechen, interessante Anblicke.
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.
© 2019 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wie gut ich diese Ecken kenne… Danke fürs schreiben.
Oh.
Bitte sehr.
Und manchmal riecht es in den Ecken, nicht wahr?
Bei einem Zwischenstopp hat mich letztens der Hbf Frankfurt am Main sehr angewidert; kaum etwas von diesem charmanten „Durchgangsflair“ das du beschreibst, einfach nur Siff und Ekel. Ich bin dann in Abschnitt F des Bahnsteigs gelaufen, wo die Kopfbahnhofshalle endet und man unter freiem Himmel steht, die Weichen und Oberleitungen beobachten kann, der Wind frisch weht. Das war dann doch noch atmosphärisch versöhnlich…
Ich hab in FFM mal einen Luftgitarrespieler gesehen, der mir genau das von mir Beschriebene erschuf. (Und DER BAHNHOF meiner Kindheit und Jugend ist mittlerweile betonhaltepunktisiert …)