Nº 067 (2019): Stehengeblieben

Was so zu sehen ist.

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Bahnhöfe haben – so sie noch nicht zu einem dieser betonierten Haltepunkte degradiert wurden – in aller Regel mindestens eine Ecke, in der die Reisenden ein Hauch Melancholie umweht. Meist sind es unberührte Räumlichkeiten, in denen die Zeit stehen­ge­blie­ben scheint, irgendwann in der eigenen Vergangenheit, Jugend gar. Was geschah auf Bahnhöfen, auf dem Bahnhof: der erste Abschied, der Start ins erste Abenteuer?

Selbst völlig fremde Bahnhöfe haben auf mich diese Wirkung. Ich nenne sie oft in Gedanken ein “Dazwischen” …

 

 

Typische Bahnhofsunterführung, gefliest in 70er-Jahre-giftbeige mit schrägen Lichtbändern und Gepäckschließfächern.

Typische Bahnhofsunterführung, gefliest in 70er-Jahre-giftbeige mit schrägen Lichtbändern und Gepäckschließfächern.

 

Bahnhofsflair …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 08.03.2019 waren positiv der Ausflug, das gehaltene Versprechen, interessante Anblicke.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Nº 067 (2019): Stehengeblieben

  1. Sybille Lengauer sagt:

    Wie gut ich diese Ecken kenne… Danke fürs schreiben.

  2. socopuk sagt:

    Bei einem Zwischenstopp hat mich letztens der Hbf Frankfurt am Main sehr angewidert; kaum etwas von diesem charmanten „Durchgangsflair“ das du beschreibst, einfach nur Siff und Ekel. Ich bin dann in Abschnitt F des Bahnsteigs gelaufen, wo die Kopfbahnhofshalle endet und man unter freiem Himmel steht, die Weichen und Oberleitungen beobachten kann, der Wind frisch weht. Das war dann doch noch atmosphärisch versöhnlich…

    • Der Emil sagt:

      Ich hab in FFM mal einen Luftgitarrespieler gesehen, der mir genau das von mir Beschriebene erschuf. (Und DER BAHNHOF meiner Kindheit und Jugend ist mittlerweile betonhaltepunktisiert …)

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