Nutztiergehege und mehr (hier in der Stadt)
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Einen Ausflug. Einfach so. Zum Goldberg. Es dauert etwa 45 Minuten Bus- und Straßenbahnfahrt, dann bin ich von Zuhause bis zum Gertraudenfriedhof gekommen. Von dort habe ich noch zweieinhalb Kilometer Fußweg vor mir. Aber ich gehe nicht gleich hinein, verirre mich beim Erkunden der Gegend auf einen Lagerplatz (illegal?), auf dem Unmengen von Pflaster- und Bordsteinen, Zaunsäulen, Riesenrohren usw. usf. auf ihre weitere Verwendung warten. Der Zugang zum Gelände, den ich nutzen wollte, nämlich der an der B100, ist Bundesstraßenbaustelle und nicht nutzbar. Ich schlage mich in den Wald, finde keinen Zaun und stehe plötzlich fünf Kilometer nach dem offiziellen Eingang neben dem Tierfriedhof und dem Bauerngarten. Keine Sorge, ich habe keine Straftat begangen; es wird kein Eintrittspreis erhoben und ich habe auch eine kleine Spende dortgelassen, später.
Und dann stehe ich vor verschiedenen Gehegen. Esel und Pferd, Ziegen, Hühner, Gänse, zwei Rentiere, eine scheue schwarze Freigängerkatze, Degus, Kaninchen, Zwergziegen … Die längste Zeit verbringe ich damit, Schafe bei der Verdauung zu beobachten. Solange ich direkt am Zaun stehe, kommen sie, stecken ihre Schnauzen durch den Zaun und scheinen zu betteln. Trete ich zurück, werde ich uninteressant. Da schleicht mit einem Mal alle Last von mir, ich bin ruhig, rieche die Tiere und den umgebenden Wald und den heißen Asphalt von der benachbarten Baustelle. Dann kann ich den Bock fotografieren mit seinen nach hinten unten gebogenen und vorne wieder angekommenen grauen Hörnern, dem schwarzen Kopf und dem langhaarig weißen Fell oberhalb der schwarzen Füße (im Bild: Seitenansicht von links). Auch die Schafe haben Hörner, kleinere, also gehören sie alle vielleicht zu einer der drei Heidschnuckenarten, zu den Weißen Gehörnten Heidschnucken (am Gatter stand nichts).
Zweieinhalb Kilometer Fußweg zurück zur Straßenbahn, nochmal zwei Kilometer über den größten Friedhof der Stadt. Nur mit Mühe kann ich dem Bedürfnis widerstehen, in die fein säuberleich zusammengerechten riesigen Laubhaufen zu springen. Zwölf Kilometer zu Fuß insgesamt. Dreieinhalb Stunden unterwegs (zuzüglich ÖPNV-Zeit). Ich weiß, daß ich den Goldberg bestimmt noch öfter besuche.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 17.10.2018 waren Zwiebelsuppe zu Mittag, viel frische Luft, Tiere.
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Münzen.
© 2018 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).



Spring einfach rein, neues Laub fällt sowieso noch 😉
…mit blauen 🐘 Grüßen
Die armen Friedhofsgärtner. Nein, ich hab es mir deretwegen verkniffen.
😂 haben wir früher auch gemacht, aber wir hatten dann auch das richtige Werkzeug und konnten es gleich wieder zum Haufen formatieren 😉🐘
Sowas hatt‘ ich ja nicht dabei … Leider!
Beim nächsten mal bist du besser ausgerüstet 😉
Wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht an einem anderen Ort.
Das hätte ich zu gern gesehen: dein Springen in die großen Laubhaufen!!
Du wärest sicher mitgesprungen.
Aber nein. Das tu ich nicht, wenn ich damit die Arbeit anderer mißachte. Und genau das wäre es meiner Meinung nach gewesen.
Vielleicht habe ich gerade eine Marktlücke entdeckt: Laubhäufen zur Reinspringen gegen einen kleinen Obolus (oder auch kleine Schüttcontainer)?