Aber ganz meine Meinung
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Um zu wissen, was in Halle und Umgebung so los ist im April, habe ich mir wie jeden Monat die kostenlosen Satdtmagazine besorgt. Klar, ich lese auch die Artikel und sehe mir nicht nur die Termine an.
Im Frizz hat immer jemand “Das letzte Wort” auf der letzen Innenseite. Diesmal ist es die Schauspielerin Andrea Ummenberger, die in der Nähe von Linz geboren wurde und seit 2000 hier in Halle arbeitet.
In diesem Interview formuliert sie sehr schön, was auch meine Meinung ist:
» Ich persönlich finde es bedenklich, daß in der heutigen Zeit alles oft “irgendwie” vage ist. Man möchte alles, ist unzufrieden, weil “alles” nicht geht, und so macht man nichts richtig. Ich bin der Überzeugung, daß die Freiheit in der Entscheidung liegt, und keinen Verlust oder Verzicht bedeutet. Und wenn ich sage, daß ich auf den Gipfel will, dann kann ich nicht ständig im Basislager umpacken. «
Vollständiger Text ist dort zu finden.
Andrea Ummenberger in “Das letzte Wort”.
Frizz. Das Magazin für Halle und Umgebung. April 2013, S. 42
Diese Unmäßigkeit, die ich oft sehe, dieses “Habenwollen”, und zwar sofort: Es läßt mich am Verstand mancher Menschen zweifeln. Andererseits: Vieles braucht zwar Zeit, um zu reifen, aber irgendwann ist es reif; und jedes weitere Warten oder Zögern macht die Situation nicht besser. Dann ist es auch Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
Mir tut es oft gut, meine Wünsche einer Realitätsprüfung zu unterziehen. Ich muß nicht unbedingt auf den oder auf jeden Gipfel. Mir reicht oft die Wanderung im Gebirge aus.
Und das ist nicht die Genügsamkeit, über die ich vor kurzem schrieb. Aber es ist das Gegenteil der allgewaltigen, allgegenwärtigen Gier nach Ablenkung.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am Karfreitag, den 29. März 2013 waren ein sortierter Haufen (Alt-)Papier der (meinem Empfinden nach bisher beste und gelungenste und erste fehlerfreie) Buchfink.
© 2013 – Der Emil. Eigener Text (nicht das Zitat) stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Das „Habenwollen“ ist tief im Menschen verwurzelt wie das Verlangen Andere geringschätzig zu betrachten. Leider… Vielleicht gelingt es einigen Wenigen wenigstens über die Feiertage ihr Verhalten selbstkritisch zu reflektieren. Ich wünsche Dir frohe Ostern und alles Gute!
Ich weiß nicht, ob Du damit Recht hast. Wenn nicht Besitz und Hierarchie (oft durch Besitz begünstigt) herrschen, sondern gegenseitige Achtung und Hilfe …
Hallo Emil. Ich würde mir wirklich wünschen ich hätte darin unrecht. Im Herzen wünschte ich, daß keine Hierachien bestünden, Freiwilligkeit und Güte herrscht. Leider habe ich in letzter Zeit verstärkt erlebt, daß die Mehrzahl unsolidarisch, eigennützig denken und handeln – Vergnügen darin empfinden andere auszunutzen. Es gibt wirklich wenige Menschen, welche die Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit begreifen. Das Schlimme; dieses Verhalten färbt auch auf mich ab und demoralisiert. Ich wünsche schöne und besinnliche Feiertage.
Das ist eines, was mir aus meiner DDR so fehlt. Die Solidarisierung. Das Miteinander, das es dort gab.
Die Medien und Gesetze haben uns Ossis schon sehr weit in Richtung „Gegeneinander“, Konkurrenz usw. gebracht.
Ich versuche dem als Einzelner tatsächlich entgegenzuwirken.
Ja, nachdem es lange dunkel schien.
Dabei hätte ich heut fast einen Witz gepostet : Der Vater klärt seinen Sohn auf. “Also, du musst es endlich mal erfahren. Der Osterhase, der Weihnachtsmann, dass bin immer ich gewesen!” “Weiß ich doch längst”, beruhigt ihn der Kleine, “nur der Klapperstorch, das war Onkel Jochen!”
eija, erholsame Feiertage. lg claus