Und ich muß mich noch dran gewöhnen.
Noch fremdele ich damit, einfach immer dann einen Beitrag zu veröffentlichen, wenn ich einen fertig habe. Da entdecke ich gerade, daß #onepostaday eine auch einschränkende Routine war für mich: nur ein Beitrag jeden Tag. Gut, das umging ich ab und zu mit Hilfe meiner anderen Blogs, aber dennoch war es in der Regel nur ein Beitrag pro Tag. Mehr glaubte ich nicht zu müssen – oder zu dürfen. — Dabei bin ich in den Microblogging-Systemen (derzeit ist es SharKey im Fediverse) durchaus schon seit langem in der Lage, mehrere Nachrichten pro Tag zu senden und auf viele zu antworten. Dementsprechend – denke ich – sollte ich das auch in meinem Hauptblog umsetzen können, oder nicht?
Schreiben geschieht bei mir überwiegend spontan, selbst tagebücheln funktioniert nur so: wenn mir danach ist (zum Glück ist mir mittlerweile wieder täglich danach). Woran ich mich wagen werde: Texte sofort freizulassen, wenn ich sie geschrieben habe, nicht erst zu irgendeiner festgelegten Zeit. Und wenn es nur ein oder zwei oder drei Sätze sind: Raus damit. Doch ganz so einfach ist das noch nicht; ich mußte mir auch jetzt grad wieder Mut machen dafür.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich gerade dieses Erkennen und der erfolgreiche Schubs.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Vermutlich ist das Ändern von Gewohnheiten etwas vom
Herausforderndensten für uns Menschen überhaupt. Für mich auf jeden Fall. Aber hinterher war ich fast immer froh, es gewagt zu haben. Das wünsche ich dir auch.
Das ist es für mich auch, sehr herausfordernd. Aber daß mir erst nach 15 Jahren auffällt, daß das auch eine Beschränkung war …
Danke.
Ich mache das mehr oder weniger schon immer so, mittlerweile lasse ich einen Text aber auch schon mal ein zwei Tage liegen und überarbeite ihn kontinuierlich, bis ich glaube, dass er fertig ist. Da kann es aber auch schon mal vorkommen, dass das nur zehn Minuten dauert. Überhaupt lasse ich mich durch nichts und niemanden dazu bringen die Veröffentlichungen nach einem Programm zu machen. Ich bin Herr meines Blogs und schreibe, wenn mir danach ist, und nicht wenn ich denke, ich muss, weil. dies gilt auch für die ganzen Challenges. Die nehme ich zum Teil wahr, aber immer weniger.
Wenn (!) ich einen Text liegenlasse, finde ich mich kaum wieder hinein – das ist also eher keine Option für mich. Ich schreibe üblicherweise auf einen Ruck, am Stück …
Auch ich bin Herr meines Blogs, habe aber 15 Jahre lang immer zu einer ganz bestimmten Uhrzeit (mal 00.15 Uhr, mal 05.45, letztes Jahr 19.45) immer nur einen Beitrag pro Tag. Das war auch mein Geländer …