Manches Geräusch ruft Erinnerungen hervor …
Nein, es war eher umgekehrt: Fall und Knall. Danach zwei Stunden Pfeifen in einem Ohr. Danke für Nichts! Das hätte ich heute gegen 14 Uhr nicht gebraucht, als ich den Müll runterbrachte. Wer weiß, ob das nur ein Zufall war, aber ich war gerade an der Haustür, als es diesen gewaltigen Rumms am Fuß der Haustreppe gab. Schon vor Weihnachten begann hier die Böllerei. Da waren Geräusche dabei wie die Abschüsse der 2S1, der 122-mm-Panzerhaubitze/-SFL-Haubitze. Meine Fresse! Der heute keine drei Meter neben mir war auch so einer.
Seit es halbwegs dunkel ist, wird hier heftig geknallert. Ich versteh es nicht. Auch in diesem Jahr werde ich mich nicht daran beteiligen. Aus dem Fenster zu sehen in Richtung Innenstadt verkneif ich mir auch, denn schon nach Sekunden ist im Qualm nichts mehr zu sehen. Auf das „gute” Essen, das zu Silvester immer 18 Uhr auf den Tisch kommt, legte ich heute keinen Wert. Nach meinem Appetit gab es vorhin Kartoffelbrei, braune Zwiebel und Regensburger (ha, ob die Jüngeren noch wissen, was das ist?) satt. Lecker, so richtig mit guter Butter gemacht und mit Muskat. Und einen Glühwein hab ich warmgemacht, den schlürfe ich jetzt.
Silvester. Jahresende, Jahreswechsel, Jahresanfang. Begriffe, von denen ich mich gerne lösen würde. Ob ich für mich eine Art „Geschäftsjahr” einführen könnte? So von einem Tag, der mir paßt, und bitte auch in der Länge, die mir paßt. Ja klar, unrealistisch, nicht wirklich praktikabel. Weil auch ich in diesem Staat, in diesem System ganz vielen Regeln und anderen Grenzen unterworfen bin. Von vielem würde ich mich gern freimachen; aber … Mut wünsche ich mir dazu, wenigstes ein bißchen Mut für wenigstens irgendetwas …
Wenn ich morgen aufwache, hat sich in meinem Leben exakt nichts verändert. Es geht einfach weiter wie bisher. 'ne Nummer wird sich geändert haben, mehr nicht.
Und bei euch so?
Ach so: „Hebbie njuh jiear, miss Soufie!” Und euch allen einen guten Rutsch.
Erinnerung des Tages:
Wie bescheiden unsere Feuerwerke früher waren, als wirklich nur am 31.12. Pyrotechnik verkauft wurde (oder am 30.12. – wenn Silvester auf einen Sonntag fiel) …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 31. Dezember 2025 war ich zufrieden mit Aufgeräumtem, mit dem Räucherkerzenduft, mit den Würstchen.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das Silvester-Essen klingt gut. Bei mir gab es (gekaufte) Pastete, Brot und eine Orange, und tagsüber den einen oder anderen Espresso. Ich wünsche ein gutes neues Jahr, auch wenn der Jahreswechsel nur ein einigermaßen willkürlich gewähltes Datum ist.
Früher waren es drei Festessen: Heiligabend, Silvester und „Huuch-Neigahr“ (Hohes Neues Jahr, Hl. Drei Könige, Epiphanias) – an denen mußte Braten mit Klößen auf dem Tisch stehen (Neunerlei war meinen Großeltern/Eltern zu aufwendig) …
Ich bin tatsächlich nach den Regens-BÖRGERN (amerikanisch ausgesprochen) gefragt worden …
Jahreswechsel: Fluch oder Segen der Kontinuität?
Alles davon. Blickwinkelbedingt.
Ich finde Silvester auch unnötig und überbewertet. Bei mir gabs gestern die Pizzareste vom Montag. Und geschlafen habe ich schon vor Mitternacht. Hintenraus ist es schön ruhig, hier in der Ministadt an der Elbe
Hier war es bis Drei zu laut zum Schlafen …
Naja. Jetzt bin ich erstmal neugierig auf das, was kommt (nicht auf das, was ich –begründet – befürchte).