Ja, sie nannte es wirklich Bohnen-Matsch.
Es hat mir geschmeckt, was sie da zusammenmatschte, meine erzgebirgische Großmutter. Und das Rührei briet sie immer mit ausgelassenem Speck und Zwiebeln:
»Man bereitet aus vier oder fünf großen Gurken einen Gurkensalat mit nur wenig Salz. (Oma machte den immer mit saurer Sahne.) Ein Kilo geputzter Bohnen wird geschnippelt und mit reichlich Bohnenkraut gekocht und abgegossen. Weiterhin braucht man ein Kilo gewürfelter Salzkartoffeln. Beides gibt man – unbedingt noch warm – zum Gurkensalat und rührt gründlich durch. Mit Salz, Essig und etwas Zucker abschmecken, und vor dem Servieren gebräunte Speckwürfel darübergeben. Dazu gibt es am besten Rührei.«
Da wird aus etwas mehr als drei Kilogramm Zutaten ein Essen gemacht, und dann kommen noch Eier dazu. In solchen Mengen wird heutzutage eher selten gekocht. Wahrscheinlich reichte das für eine Großfamilie und/oder für mehrere Tage. Wenn ich mir das heute zubereiten wollte, dann nähme ich wohl zwei mittlere Gurken, ein halbes Pfund Bohnen, ein halbes Pfund Pellkartoffeln. Hm. Es ist auch ein ziemlich großer Aufwand, glaube ich. Aber vielleicht, vielleicht traue ich mir das irgendwann zu. (Ach, sie sprach es „Bunne-Maatsch” aus, aa ist ein sehr nah am a klingendes ä.)
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich brachte sieben Bücher in ein Öffentliches Bücherregal.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 22. August 2025 war ich zufrieden mit umsortiertem Marktzeug, mit dem wiedergefundenen Öffentlichen Bücherregal in den Franckeschen Stiftungen, mit der Zeit in der Badewanne.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Haha, lieber Emil, das klingt wie der „Gniedsch“ (absichtlich sächsisch geschrieben) einer Tante aus Chemnitz. Vielleicht kannst du das Bohnensüppchen mal am Feuer im Lager kochen. Es gab ja auch Mönche in der Küche. Weißt du was, jetzt bin ich wieder arg traurig, dass ich nicht mehr so mobil bin.
Also Suppe war das nicht, eher recht stückiger Breisalat. Bei meinen Eltern blieb davon nur Kartoffeln, Rührei und Gurkensalat übrig. (Hm, wenn ich das mal wieder mache, kann ich ja auch Bohnen dazu kochen? Und dann …)
Stimmt. Ich hab mich falsch ausgedrückt. Gniedsch ist auch grob zerdrückte Kartoffel. 😀
@deremil Interessantes Rezept. Was für Bohnen hat sie genommen?
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Die, die hinterm Haus im Garten wuchsen (einfache grüne Bohnen) …