Ich hätte nie vermutet, daß das ein Problem sein kann.
Vorweg: Ich brauche keine Hinweise auf Bezugsquellen und/oder „life hacks”, denn ich wollte und will weder online bestellen noch „Trick 17b mit Selbstverarschung” anwenden.
Kopierpapier. Gibt es mittlerweile auch beim Discounter, in Drogeriemärkten und sonstwo. Stimmt. Ich brauche Kopierpapier in der Größe DIN A5. Das ist für Hefte und Blöcke ein wirklich gängiges Format, und ich kenne es durchaus noch aus der Arbeit in diversen Büros und ähnlichen Umgebungen. Kleine Sachen konnten einfach auf die kleinen Blätter gedruckt werden.
Also auf ins Getümmel, ab zum Papierschotten. DIN A5? Kopierpapier? Nö. Auch in einer zweiten Filialen dieser Kette nur sonderbare Blicke ob meines Wunsches. Ich fühlte mich angestarrt wie ein exotischer Perverser, nur weil ich nicht auf DIN A4 drucken möchte. Der Drogeriemarkt, der auch sehr viel Bürobedarf im Sortiment hat, könnte Kopierpapier in der gewünschten Größe besorgen, wenn – ja, wenn ich davon 10 Packen abnehme, also kaufe. Der inhabergeführte Schreibwarenladen, in dem ich so gerne Schreibgeräte (Füllfederhalter) und Kladden kaufte, existiert nicht mehr.
Ich klapperte einige Filialen der allgegenwärtigen Billigheimer ab, auch bei denen gibt es zwar Kopierpapier, aber nur das in der von mir nicht gewünschten Größe. Ich könnte die Blätter doch bei Bedarf mit einem Rollschneider – Der da ist grad im Angebot! – halbieren, dann hätte ich immer, was ich brauche. Neee, dann hätte ich zu großes Papier, daß ich mir Blatt für Blatt teilen, und zwar millimetergenau teilen müßte. Das, finde ich, ist vertane Lebenszeit.
Nun, es wäre abzusehen gewesen, daß es etwas so Ungewöhnliches nicht im Laden gibt? Ich hätte es ja gleich bei Azamon bestellen können? Neeee! Kann ich nicht! Bei denen kaufe ich nicht! Und auch nicht bei der Lektrobucht! Es muß doch irgendwo in einem Laden dieser Stadt …
Vertane Zeit, meine Suche nach Papier DIN A5? Nicht ganz, denn so war ich meine Zeit draußen unterwegs. Und schließlich, nach bis dahin sechs erfolglos besuchten Geschäften, war ich in einer dritten Filiale vom Papierschotten und kaufte dort Kopierpapier DIN A5, 500 Blatt zu einem Preis, für den ich auch 1.000 Blatt DIN A4 (entspricht 2.000 Blatt A5) hätte kaufen können. Wahrscheinlich wär ich andernfalls noch in einen Copyshop gegangen, bei dem ich mir schon A5 kopieren ließ. Drei Stunden in der Stadt unterwegs, letztlich mit Erfolg: mit dem gesuchten Papier.
Erinnerung des Tages:
Oh, wie schön wars immer, im Schreibwarenladen auf der Großen Ulrichstraße zu stöbern!
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 3. Juni 2025 war ich zufrieden mit Geschriebenem, mit etwas endlich Ersetztem, mit dem gekauften Papier.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ehrlich gesagt ist es mir noch nie aufgefallen, dass es das Papier nur in A4 zu kaufen gibt. Auf eine andere Größe bin ich noch nie gekommen, habe es als normal angesehen. Erstaunlich, nicht wahr?
A5 gab es so zwischen 1993 und 2000 regelmäßig in den Schreibwaren- und Bürofachgeschäften, stinknormal als Kopierpapier und sogar als Leporelle …
Ach, was ist denn „Trick 17b mit Selbstverarschung”? Und wer sind die von der „Lektrobucht„? Ich kenne das wirklich nicht und hatte doch früher beruflich mit Papier zu tun.
Ach, Trick 17 oder Trick 17 b mit Sva. waren früher die Sachen, die sich heute life hack nennen. Und bei der Bucht habe ich vornedran nur ein E weggelassen (e bay).
Dennoch war meines Eindrucks nach DIN A5 früher leichter erhältlich …
Danke.
Ich gestehe: Ich habe noch nie auf A5 gedruckt.
Wenn, dann zwei Seiten auf A4 quer und danach geschnitten. Ist mir schlicht noch nie eingefallen, dieses Format vorab einzulegen. Vermutlich, weil ich noch nie A5-Papier zu kaufen gesehen habe. Was die philosophische Frage bestätigt, ob das Vorhandensein von etwas Begehrlichkeiten womöglich erst gebärt. 🙃
Na und ich hab das früher eben oft gemacht. In manchen Büros liegen in den „Profi”-Druckern ja auch A4 und A3 …
Und nun war ich von der Schnippelei eben genervt und davon, daß eine Hälfte des Blattes sozusagen Abfall wird.
In der Praxis ist dieses Format das am häufigsten bedruckte, denn unsere Terminzettel werden personalisiert und mit allen für den Patienten wichtigen Angaben nur auf DinA5 gedruckt.
Das finde ich ja eine sehr schöne, nützliche Sache.
Das ist ja wie, wenn ich Schreibmaschinenpapier möchte…Muss ich inzwischen auch bei Amazon kaufen.
Aber was ist der Papierschotte?
Sagt mir gerade gar nix.
Psssssst. Ich will doch keine Werbung machen für McPaper …
Ach die…ok…die gibts hier gar nicht so oft und deshalb stand ich da auf dem Schlauch.
😁