Die sind ja nach der kommenden Nacht erstmal vorbei.
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Es gibt Feiertage, an denen darf nicht gefeiert werden. Jedenfall nicht mit Party, Fete, Tanz und Tollerei. Es gibt Feiertage, an denen wird ausgelassen, ja geradezu exzessiv gefeiert. Es gibt Feiertage, von denen kaum noch jemand weiß, wieso es die gibt. Und zu manchen Feiertagen gibt es „Regeln”, die nur versteht, wer sich mit dem Inhalt, dem Anlaß, der Geschichte beschäftigt.
Hier, die jetzt zum Beispiel: Ostern. Der Karfreitag ist ein Stiller Feiertag, an dem nicht gefeiert werden darf. Und mit dem Wunsch „Frohe Ostern” sind auch viele viel zu früh: Denn das, frohe Ostern, wünscht man sich erst nach der Auferstehung. Nur: Wann war/ist die? Na? Und wieso ist Ostern nicht immer zur gleichen Zeit? Dadurch wird doch auch Pfingsten ziemlich beliebig durch den Kalender geschoben und noch so einige Feiertage mehr. Das ist doch doof, oder?
Frohe Ostern jedenfalls wünschte ich ab Ostersonntag, dem Tag der Auferstehung. Es gab im Mittelalter drei Tage (Ostersonntag, Ostermontag, Osterdienstag) fröhlich zu feiern; der Tag des letzten Abendmahls (Gründonnerstag), der Sterbetag (Karfreitag) und der Tag der Grabesruhe (Ostersonnabend) waren traurige Festtage. Karfreitag und Karsonnabend schweigen die Kirchenglocken. Es soll noch heute (christliche) Kirchen geben, in denen an diesen beiden Tagen keine Musik erklingt – eben weil es an diesen beiden Tagen nichts zu feiern, sonder den Verlust des Weltenretters zu betrauern gibt.
Genug des Religiösen. Wenden wir uns nun den Schokolade- und Marzipaneiern zu und überlegen einmal, wieso ausgerechnet ein Hase sie zu uns bringt … Hinweis: Eine Dissertation aus dem Jahre 1682 scheint die erste belegbare Erwähnung des Osterhasen zu sein.
Erinnerung des Tages:
ich kann mich an einige Osterfeste erinnern, zu denen noch richtiger Winter mit Schnee war.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 21. April 2025 war ich zufrieden mit nochmal vielen netten Menschen, mit dem vernünftigen Wetter, mit dem schnellen und trockenen Abbau.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich persönlich, obwohl nicht gläubig, finde es unmöglich wenn Leute schon vor Ostersonntag „Frohe Ostern“ wünschen. Da könnte ich jedes Mal…. 😤 Aber bei so manchen ist Hopfen und Malz verloren.
Auch diese jährliche Jammerei der stille Karfreitag gehört abgeschafft, weil nicht mehr Zeitgemäß, kann ich nicht mehr hören. Etwas Stille und Ruhe täte jedem gut, wenn man bedenkt wie schnelllebig und hektisch das Leben geworden ist.
Ostern im Schnee ist noch gar nicht so lange her, die Enkel suchten Eier im verschneiten Sohngarten, in meinem Fotoarchiv könnte ich nach dem Jahr suchen. Dieses verfrühte Frohe-Ostern hat seit Smartphonezeiten mit all den verschiedenen Messenger-Apps noch eine völlig andere „Qualität“ bekommen. Da werden Videos und Bilder weitergeleitet, die an Kitsch kaum noch zu überbieten sind. In der Weihnachtszeit ist das genauso. Die ersten Ostergrüße flatterten bereits am Karfreitag herein, auch ein schöner Karfreitag wurde gewünscht. Gruselig! So, die nächsten beiden Donnerstage sind ja wieder Feiertage. Der 1. und der 8.Mai. Wobei der 8.Mai nicht bundesweit begangen wird, dabei betrifft dieser Tag der Kapitulation doch ganz Deutschland (die ganze Welt!).