Aus dem Gebirge in die Tieflandbucht: 415 m bergab.
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Ich bin heute ziemlich weit heruntergekommen, tatsächlich. Heute früh saß ich im ersten Stock am Fenster und schaute dem aufs Erzgebirgsdorf fallenden Regen zu. Es dauerte nicht lang, dann wurde daraus Schneeregen. Und nur ein paar Minuten später war er dann da, der vom Wetterbericht und zwei Wetterapps vorhergesagte Schnee. Es kühlte sich deutlich ab, und so konnte sich bis halb zwölf eine dünne Schneedecke bilden. Tja, ich war davon so begeistert, daß ich das Fotografieren vollkommen vergaß. Dann ging es ziemlich weit hinunter und ich war raus aus dem Schneefallgebiet, von 495 m ü. NHN (Ortskenntnis, lt. Wikipedia 548) runter auf etwa 295 m ü. NHN (Ortskenntnis, lt. Wikipedia 267) über nur 20 km Luftlinie.
Vier Stunden später, noch viel weiter unten auf ziemlich genau 80 m ü. NHN (direkt das Haus, in dem ich wohne, lt. Wikipedia 87) und etwa 90 km Luftlinie weiter nordnordwestlich ist von Winter nichts mehr zu sehen. Nur der zur Hälfte abgebrannte Busch vorm Haus erinnert an Silvester; es liegt kaum noch Müll auf den Straßen (wie er 2024 fast drei Wochen lag).
Ich sah beim Heimweg heute keine großen Veränderungen in der Stadt, bis auf den einen (neuen) Kaffeesurrogatdealerladen am hiesigen Hauptbahnhof absolut nichts, das mir auffiel. Im Gebirge soll nach telefonischer Auskunft noch immer eine dünne, durchgehende Schneedecke liegen, die bis Sonntag noch anwachsen kann. Schade, ich bin raus aus dem Schneefallgebiet und sitze jetzt acht Stockwerke weiter oben im neunten Stock. Aber ich bin heute 415 m heruntergekommen … (Und ganz ehrlich: Der am Nachmittag erst recherchierte bzw. erkannte Höhenunterschied überraschte mich durchaus.)
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Das vergessene Brot sah nach fünf Tagen ungenießbar aus und landete in der Biotonne.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 2. Januar 2025 war ich zufrieden mit Gelesenem und mit der reibungslosen Fahrt.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Hast du schon mal darüber nachgedacht, wieder im Erzgebirge zu wohnen, da wo es vielleicht auch noch Schnee gibt? Jaja, ich weiß: Es ist kompliziert.
Ich freue mich, dass du Schnee gesehen hast. Und ein Dorf in den Bergen.
Natürlich hab ich darüber nachgedacht. Es gibt gute Gründe, es dennoch nicht zu tun.
Ein gutes Neues Jahr wünsche ich sehr verspätet …
Ja, ich weiß.
Aber eine Bitte habe ich, lieber Emil. Wenn du wieder durch den Schnee stapfst, bitte mach mal ein Foto.
Ich hoffe, das klappt dieses Jahr nochmal.
Mein Sohn kommt heute aus Frankreich und aus dem Schnee zurück nach Heidelberg. Er schickte tolle Schneefotos, obwohl das Autofahren darin ohne Schneeketten höchste Aufmerksamkeit erfordert und ich froh bin, wenn er mir meldet, dass er mit seinen Kindern, meinen Enkeln, wieder gut zurück ist. – Schnee hat wie alles auch manchmal Tücken!
Ich hatte nur ein einziges Mal wirklich Fahrprobleme bei Schnee und Glätte: mit einem Ford Capri 2.0 V6, Frontmotor, Heckantrieb, Winterreifen. Selbst einen Glatteisdreher mit dem Trabi hab ich besser weggesteckt.
Ich drücke Daumen für die gelingende Heimfahrt.