Eine kleine Freude sollte möglich sein.
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Das ist der 14. Adventskalender hier. Ich widme ihn allen, die krank sind oder Unterstützung benötigen, und allen, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen wieder für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
Die zweite Kerze brennt nachher, wenn ich meinen Kaffee trinke. Ich denke dann bestimmt zurück an die vergangene Vorweihnachtswoche, an die erlebte Adventswoche. Unterwegs war ich: in Geschäften und sogar auf dem zentralen Weihnachtsmarkt hierzustadt (angeblich soll es 16 davon geben, von denen einige aber schon wieder geschlossen sind). Heißen Met vom Imker habe ich getrunken und ein Glühbier (gewöhnungsbedürftig). Wie immer habe ich dabei auch Menschen beobachtet.
Es ist die Zeit, in der die Leute
wie eine aufgescheuchte Meute
sich eilig durch die Läden drängeln.
Oft höre ich dann Kinder quengeln,
die vor den Süßigkeiten stehen
oder ein teures Spielzeug sehen.
Und da sind and're, die nur heimlich
und ganz verstohl'n, als sei es peinlich,
den Blick auf diese Dinge richten.
Sie denken dann an die Geschichten
vom unverhofften Weihnachtsmann,
die keins von ihnen glauben kann.
Für solch ein Kind wünsch' ich mir dann,
daß diese Weihnacht irgendwann
sich auch noch hin zum Guten fügt.
Und weil mir, was ich hab', genügt,
versuche ich, mit kleinen Dingen
auch diesem Kinde Freud' zu bringen.
So schreib' ich eine Weihnachtskarte,
auf die ich Antwort nicht erwarte,
verschenke eine Nascherei.
Es ist auch Spielzeug noch dabei.
Ich hoff', daß zur Bescherung so
auch dieses Kind wird etwas froh.
Ja, in diesem Jahr werde ich ein Kind direkt beschenken, in Absprache mit den Eltern. Es hat viele Gespräche gebraucht, bis mir das erlaubt wurde. Denn wir kennen uns und sie wissen, daß auch ich nicht zuviel Geld habe. Das Kind bekommt zu Weinhachten auch ein Paar dringend notwendige Winterschuhe. Mir wär's ganz lieb, daß mein Name zur Bescherung nicht genannt wird.
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Am 9. Dezember 2023 war ich zufrieden mit der Träumzeit zwischen Aufwachen und Aufstehen, mit dem Rosenkohl, mit dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


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