Weiße Weihnacht in Erinnerung und Hoffnung und Lied.
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Das ist der 14. Adventskalender hier. Ich widme ihn allen, die krank sind oder Unterstützung benötigen, und allen, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen wieder für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
Auch gestern war es hierzustadt weiß und frostig, nicht über 0 °C kletterten die Temperaturen auf meinem Fensterbrett. Ob es in diesem Jahr wohl eine Weiße Weihnacht geben wird? Ich weiß, ich weiß: Schnee an den Weihnachtstagen ist statistisch eher nicht zu erwarten. Auch nicht im Erzgebirge. Aber in der Erinnerung, nicht wahr, in der Erinnerung (auch in eurer, oder?) waren alle Weihnachtsfeste weiß von Schnee und Eis.
Vielleicht haben unsere Winter- und Weihnachtslieder einen Anteil an den falschen Erinnerungen? Da wird doch oft … oder etwa nicht? Vor allem die Lieder, die ich noch aus meiner Kinderzeit kenne, verbinden Weihnachten häufig mit Schnee, Schlittenfahren, Frost usw. usf. Ich hab mal ein Beispiel in Erzgebirgischer Mundart herausgesucht:
Weihnachten in Gebirg
Text: Friedrich Emil Krauß — Musik: Bernhard Uhlig
Dr Himmel is e Lichterbugn,
de hallsten Stern sei aufgezugn:
Weihnachten in Gebirg,
Weihnachten in Gebirg.
De Waalt is still wie in enn Traam,
in Schnee vergrobn sei Busch un Baam.
𝄆 Weihnachten in Gebirg. 𝄇
E Stern fällt do ins Herzel nei,
wie haall dos werd un fruh un frei.
𝄆 Weihnachten in Gebirg. 𝄇
Manfred Blechschmidt (Hrsg.): Behüt eich fei dos Licht.
Ein Weihnachtsbuch des Erzgebirges S. 204
3. Aufl. 1977 · © VEB Friedrich Hofmeister Musikverlag Leipzig 1976.
Lizenz-Nr. 484 – 250/A201/76 · Bestellnr. 519 490 2
Übersezten muß ich das nicht, denke ich; wenn es gewünscht wird, mach ich das aber in einem Kommentar. Und wie das bei Volksliedern (das ist mittlerweile eines) so ist, ergeben sich immer kleine Äderungen des Textes. Hier singen es Menschen, von denen ich die meisten kenne:
Heimatspiegel Zschorlau – Dr Himmel is e Lichterbugn
Ohne den Datensammeldienst kann das Lied auch hier gehört werden. (Der Link öffnet einen neuen Tab/ein neues Fenster. Invidious ist ein Dienst des Fediverse.)
Dieses Lied ist nur eines von den vielen, in denen Weihnachten und Schnee zusammengehören. Wie es eben in meinen Erinnerungen auch ist. Und ein Anderes bleibt mir ja auch: die Hoffnung auf eine kinderwunderbare Weiße Weihnacht.
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Am 1. Dezember 2023 war ich zufrieden mit dem Erwachen bei voller Adventsbeleuchtung, mit mariniertem Hering und Kartoffeln, mit 20 aussortierten (aber noch nicht weggebrachten Büchern.
© 2023 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich habe jetzt einen Ohrwurm, lieber Emil. Es ist gut so, denn vielleicht wird mir dann doch noch etwas weihnachtlich zumute.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit Vorfreude und grüß mir das Gebirg, wenn du wieder hinfährst.
Danke.
’s wird wohl mehr von solch alter Musik geben in diesem Jahr.
Wenn ich wieder durch Leibzsch fahr, wink ich heftig.
Kinderwunderbar…genau, das trifft es.
Hoffnung bleibt, verschwindet nicht.
Gruß von Sonja