Nur eine Miniatur.
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Ein Junge – er mag acht oder neun Jahre alt sein – sitzt auf der Bank am Waldrand. Zwischen seinen Füßen ein toter Vogel. Tränen fließen und schütteln das ganze Kind. Hinter ihm in den Föhren ein Fuchs. Der wartet zitternd und hungrig darauf, daß der Knabe nachhausegeht.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 29. April 2023 war ich zufrieden mit der leckeren Suppe, dem revanchierten Bartkraulen, mit den vorbeigebrachten Gummibärchen.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


So pragmatisch es klingt, ist des einen Leid, des anderen Freud!
Ja, es ist so, das ist nämlich völlig natürlich: Raubtiere fressen andere Tiere.
Hier habe ich drei Erlebnisse, drei gesehene Sachen zu einer kleinen Miniatur verdichtet: den toten Vogel am Boden, einen weinenden Knaben auf einer Parkbank, einen sich nur schlecht verbergenden Fuchs.
Ich erlebe das leider in meinem Innenhof öfter, dass die Krähe eine kleine Taube aus dem Nest zerrt, oder der Bussard eine Amsel erjagt. Das einzige, was mir dazu dann einfällt ist: „Himmel, Arm und Zwirn! Müsst ihr das immer genau vor meiner Nase machen.“
Und die Krähen fragen sich bestimmt, warum die Neugierige immer genau in diesen Momenten lunsen muß?
Wie toll, dass dir jemand Gummibärchen vorbei bringt!
Ja, das war schon etwas besonderes: Honiggummibärchen. Aber es gab auch Bier und Kaffee und Met.