Veränderte, abgeschwächte Ablehnung.
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Es sind sehr viele Dinge, die ich als Kind strikt ablehnte und an die ich mich im Laufe der Zeit gewöhnt habe bzw. die ich jetzt richtig gerne mag (Rotkohl, Sülze, asiatische „klassische” Musik etc. pp.). Und bis vor einem halben Jahr etwa las ich nur äußerst ungern Bücher, die als Thriller oder gar Horror-Thriller bezeichnet wurden. Denn: Gruselmärchen und -filme, Horrorgeschichten, -filme und -serien machten mir als Kind und Jugendlichem und auch noch als jungem Erwachsenem heftig Angst, ich war diesbezüglich ein echter Schisser. Und Thriller waren mir immer zu schrill und zu laut (im TV und im Kino). Also vermied ich zumeist den Kontakt mit all dem. Selbst Stephen King las ich nur, weil „man” „es” gelesen haben sollte; und „Alien” konnte ich mir jahrelang nicht ansehen. Ich erinnere mich mit Grausen an den Film „The Fog – Nebel des Grauens”. Ich weiß nicht, was diese jetzt eingetretene, selbst für mich merkliche Veränderung diesmal ausgelöst hat. Denn: Seit dem erwähnten halben Jahr lese ich vermehrt Thriller, auch Psycho-Thriller. Sogar ein Horror-Thriller war dabei, von dem ich Autor und Titel leider schon wieder vergessen habe.
Die Thriller-Ablehnung ist nicht nur abgeschwächt. Ich finde mittlerweile Freude daran, Thriller und wahrscheinlich sogar Horror-Thriller zu lesen. (Und es befinden sich sicherlich genügend Bücher dieser Genres in meiner Wohnung für die nächsten zwei bis drei Jahre.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 28. April 2023 war ich zufrieden mit der Anfahrt, mit dem einigermaßen trockenen Aufbau, mit den vielen erfreulichen Wiedersehen.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Bei mir ist es eher anders herum.
Früher waren die Steven King Bücher kein Problem, heute würde ich keines davon lesen wollen. Die von dir erwähnten Filme gehen bei mir überhaupt nicht, zumindest da wo es eklig wird.
So ging es mir auch lange, bis ich Steven King entdeckte Den verschlang ind liebte ich Aber zu Horror habe ich zrotzdem noch keinen Zug. Wenn die Gondeln Trsuer tragen war mein Schlüsselerlebnis. Das verfolgt mich fast heute noch.
Oh, das ist ja spannend, was du da beschreibst.
Alles aus dem Horror- und aus dem Actionthrillergenre löst bei mir tiefes Unbehagen aus und setzt meinen Körper unter Hochspannung und Stress und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das je ändert. Wer weiß?
Psychothriller jedoch mag ich gern, nicht alles, nicht immer, aber ich beobachte darin gern Menschen unter Ausnahmezuständen. (Ich habe in den letzten Monaten Fitzek entdeckt.)