Die ältesten Dinge in meinem Hausstand.
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Ich bin ja Sammler, Aufheber, Horter; und ich beschäftige mich sehr gern mit Altem. Nicht nur mit der Schrift und Büchern, sondern auch mit anderen alten Dingen. Einige wenige davon hab ich ererbt, manche aus dem gezogen, was für andere Menschen Müll ist. Meine Küchenwaage zum Beispiel ist etwa 70 Jahre alt, auch einer meiner Fotoapparate wurde 1952 in Dresden produziert (ein Beirax Klappbalgenkamera für Mittelformatfilme). Das schöne an diesen alten Dingen ist: Sie sind beinahe unzerstörbar, gehen nicht kaputt. Das neue Gelump hingegen … aber das wißt ihr selbst. (Ihr könnt auch nachsehen in meinem fast genau zwölf Jahre alten Blogbeitrag vom 18. Februar 2011: Wegwerftechnik.) Einiges von dem, was ich mittlerweile besitze, ist schon vom Alter her eventuell für Museen interessant (nicht nur für ein DDR-Museum). Wenn ich mich hier so umschaue und nachdenke, hab' ich gut zwei Dutzend Sachen, die museal sein könnten und die ich noch immer mit voller Zufriedenheit benutze: diverse Schreibtischutensilien, mehrere Zinnbecher, Leuchter, ein Wiegemesser (den Familienerzählungen nach von meiner Urgroßmutter), ein kleines Küchenmesser (dessen Griff von meinem Großvater um 1970 erneuert wurde) usw. usf.
Habt ihr ähnlich museale Gegenstände zuhause, gar noch in Benutzung (ganz grob meine ich Dinge von vor 1950 z. B.)? Schmeißt bloß nicht in den Müll, was nur alt ist, aber noch zuverlässig funktioniert.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 28. Januar 2023 war ich zufrieden mit dem Fußweg quer durch HaNeu, den Bio-Orangen für 1 Eu je kg, mit den funktionierenden alten Dingen.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ja, da kann ich tatasächlich mit dir mithalten, Emil: Ich habe eine sehr alte hölzerne Wasserwaage, die mal meinem Vater, der 2018 verstorben ist, gehört hat. Die benutze ich auch heute noch.
Oh! Die Stemmeisen (Stechbeitel) meines Opas, von Beruf Böttcher. Der starb 1972 und ich hab noch zwei davon im Werkzeugfach.
Das meiste in meinem alten Häuschen dürfte alt sein, von einigen Jahrzehnten bis einigen Jahrhunderten. Ich liebe die alten Dinge. Sie erzählen Geschichten, haben Charakter (und sind zudem ganz modern nachhaltig, denn sie können nochmal so alt werden).
Wenn es nicht erneuert wurde, ist hier alles alt. Die Türgriffe zum Beispiel, große Schlüssel oder die Holzfensterlädenfesthalter…ich liebe das.
Und dann noch einen uralten (Küchen-)Ofen mit Holz befeuern …?
Hach!
Täglich benutzt: Die Kaffeemühle meiner Mutter oder Großmutter (beide hatten dasselbe Modell, wahrscheinlich auch zur selben Zeit gekauft, 50er Jahre). Mein Küchentisch – an dem hab ich essen gelernt, auch 50er (so ein Teil mit herausziehbaren Spülschüsseln). Mein Küchenschrank – auf dem Dachboden einer Nachbarin gesehen und von ihr geschenkt bekommen, passt zum Tisch wie gemacht. Wohnzimmertisch und 2 Lampen, hab Fotos mit denen drauf von ca. 1954, kurz nach dem Einzug ins neue Haus – weit vor meiner Zeit! Dinge, die älter sind als ich, werden mich sehr wahrscheinlich überleben (bin Jahrgang 1960). Bei den anderen bin ich mir nicht so sicher…
Deine letzten beiden Sätze, die denke ich auch immer wieder …
Bei uns hängt eine Uhr mit Pendel und Gong, die einst den Großeltern meines Mannes gehörte. Sie geht immer noch genau. Dann gibt es noch mehrere ererbte Taschenuhren sowie alte Bügeleisen und das Spinnrad meiner Großmutter. Letztere dienen nur noch als Dekoration. Die Taschenuhren sind noch in Gebrauch bzw. funktionstüchtig. Aber auch noch einiges andere mehr halten wir in Ehren bzw. haben wir sogar noch in Gebrauch.
LG von der Silberdistel
Ein Spinnrad von meiner Mecklenburger Oma hab ich ja vor nicht allzu langer Zeit „repariert“ (der Antriebs-Strick war gerissen).
Bei mir hängt auch noch eine Lampe, die der andere Opa aus dem Erzgebirge mit einem hölzernen Kranz mit selbstgeschnitzten Dingen versah.