2023/025 – Schuld


Das Gefühl, nicht der Rechtsbegriff.

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Ich mache mich schuldig, wenn ich nichts tue. Ich mache mich schuldig, wenn ich etwas unternehme. Ich fühle mich, bin lieber schuldig, wenn ich etwas bewirkt habe. Und Du, was – außer schuldlos zu sein – was bevorzugst Du??

 

 

Im übrigen bin ich der Meinung, daß uns viel zu oft eine Schuld eingeredet wird, übertragen wird, die die Menschen gar nicht haben, daß ich mir viel zu oft eine (Mit-)Schuld einreden lasse. Und viele Menschen fühlen sich schuldig, obwohl sie zu Situationen nichts beigetragen haben und daran auch nichts hätten ändern können. Die aber, die sich schuldig machen, schieben die Verantwortung gerne ab auf andere, weil sie ihr (schuldhaftes) Handeln für „alternativlos” halten oder ihr Verhalten angeblich „ja sowieso nichts” ändern würde. (Davon nehme ich auch mich nicht aus.)

Worüber ich eben so nachzudenken beginne, wenn ein Gespräch sehr sonder­bar verläuft.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 25. Januar 2023 war ich zufrieden mit den Träumen der vergangenen Nacht, der Begegnung beim Bäcker, mit dem weitgehend eingepackten Zeug.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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3 Kommentare zu 2023/025 – Schuld

  1. C Stern sagt:

    Was Du Dir hier von der Seele geschrieben hast, lieber Emil, kann ich sehr, sehr gut nachempfinden.
    Ich kenne solche Situationen. Und ich kenne Menschen, die für sich selbst immer der mild-verständnisvolle Richter sind, für andere aber der unerbittliche Staatsanwalt. Ihre anklagenden Blicke und Stimmen genügen, um bei so einigen anderen Menschen Schuldgefühle entstehen zu lassen.
    Das Unrechtsbewusstsein fehlt den meisten, die es haben sollten – während sie bei ihrer Umwelt Schuldgefühle erzeugen.
    Ich mag das Wort „Schuld“ nicht, zuoft habe ich es in Kontext mit Religion vernommen, wo Schuld zur Sünde wird.

    Ich schreibe und spreche lieber von Verantwortung und Selbstverantwortung. Ich lebe immer bewusster mit diesen Begrifflichkeiten – das kann man lernen, und es tut gut!
    Liebe Grüße,
    C Stern

  2. Sofasophia sagt:

    Ich denke auch, dass wir un-schuldiger sind als wir meinen. Was wir in Schuldgefühle übersetzen, ist eigentlich oft einfach Verantwortung.

    Ich plädiere ja für mehr verzeihen statt beschuldigen, mir selbst und anderen.

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