Rezept für einen Schneemann.
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Das ist mein 13. Adventskalender. Ich widme ihn allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen insbesondere für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
Die große Kunst, einen Schneemann zu bauen, kann nur ausüben, wer Kohlestückchen, eine Karotte, einen Topf oder etwas Ähnliches und genügend Schnee hat für drei unterscheidlich große Kugeln aus Schnee.
Ein Kind weiß das nicht. Es rennt beim ersten Schnee hinaus. Rollt und knetet drei unterschiedlich große Schneekugeln, die nur unterschiedlich große Schneebälle sind. Statt der Kohlen werden für die Knöpfe, die Augen und den Mund einfach Schalen von Sonnenblumenkernen genommen, die unter dem Vogelfutterhäuschen zu finden sind, oder kleine Steinchen. Es dauert eine Weile, ehe das Kind die Schneemann-Nase in den kleinsten der drei aufeinandergestapelten Schneebälle steckt. Aber was ist das? Es sieht aus wie … Das ist doch ein von sehr vielem Spitzen schon ganz kurz gewordener roter Buntstift!? Fehlt nur noch die Mütze. So kleine Eimer oder Töpfe gibt es nicht. Aber auch da weiß das Kind sich zu helfen und holt – woher, ist nicht herauszufinden – eines von den winzigen Pflanzblumentöpfchen. Und dann wird das kleine viereckige Ding aus grober Pappe auf den obersten Schneeball gesetzt. Fertig. Nach nur eine Viertelstunde steht ein Schneemann vorm Haus. Und das, obwohl nichts vom Notwendigen vorhanden war.
Und die Freude des Kindes ist wirklich groß.
Oh, von einem solchen Kind könnte ich mir wohl eine ganze Menge abgucken. Mindestens aber, daß ein „Das geht nicht ohne dies oder das” auch heute noch zumeist nicht der Wahrheit entspricht. (Die „richtige” und kurze Anleitung zum Bau eines Schneemanns ist Bestandteil meiner am 09.12.2013 veröffentlichten Schneemannbauanleitung.)
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand22 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür von ganzem Herzen.
P.S.: Positiv waren am 16.12.2022 ein mir zurückgeschenktes Lächeln an der Bushaltestelle, eine schließlich doch noch gefundene Idee, die Tomatensuppe mit Schupfnudeln.
Die Tageskarte für heute ist XV – Der Teufel.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


@DerEmil – ich hab letztes jahr mal die kreativitöt der leute im viertel festgehalten – https://dirwabaum.de/wordpress/2021/01/24/sonntags-164/
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Ich muß die vom Fediverse kommenden Kommentare immer erst aus dem Spam fischen …
Ja, bei manchen Sachen können fast alle Menschen kreativ und phantasievoll sein. Schöne Beispiele zeigst Du da.
Schneemänner sind so individuell wie ihre Erbauer und Erbauerinnen. Nicht zu vergessen die etwas seltenere Form der Schneefrauen. Aber von beiden sind wir leider weit entfernt. Kein Schnee ist in Sicht!
Habe dennoch ein schönes Wochenende und einen ebenso schönen vierten Advnet!
Hier liegt noch Schnee, nur wenig, es gab ja in dieser Woche keinen Nachschub. Aber ich sah noch keinen Schneemann 🙁
Schneefrauen sind wirklich selten und auch ich frage mich schon länger: Warum nur?
Ich erinnere mich an den Artikel von 2013. Erstaunlich.
An den Dreizeiler konnte ich mich nur noch vage erinnern. Daher danke ich Dir für dieses wirklich erstaunliche Kompliment.
(Deine Beiträge tauchen nicht mehr bei mir im Reader auf – da muß ich nachher mal genauer hinsehen.)
Der Reader spinnt bei mir auch immer wieder, zeigt manche Blogs nicht an und kündigt sogar manchmal einige Abos ungefragt.
Das ist wirklich fantastisch, was Kinder Kreatives leisten. Ganz anders als wir Erwachsenen, die genau wissen – oder wüssten – wie alles zu gehen hat!
Liebe Grüße
Helmut
Diese Lust am Kreieren geht vielen Kindern mit der Kindheit verloren … Leider.
Kreativität entsteht bei Kindern, indem man ihnen ein weißes Blatt Papier gibt – und sie mal machen lässt. Nicht immer die Brettspiele mit unzähligen Regeln und Vorgaben. Super, wenn diese vorgegebenen Regeln negiert und selbst erfunden werden. Kinder lieben es, sich auf den Weg zu machen – für gewöhnlich. Leider werden sie viel zu oft von uns Erwachsenen daran gehindert, ob nun bewusst oder unbewusst.
Wenn sich ein Kind heute auf den Weg macht, dann haben die Erwachsenen viel mehr Angst als in meiner Kinderzeit. Davor, daß etwas geschehen könnte, ein Fehler gemacht werden könnte, nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden könnte … Ich finde das sehr schade.
ein mir zurückgeschenktes Lächeln an der Bushaltestell
Ich traf vor 3 Tagen die Freundin einer Bekannten, beide 8 Jahre nicht mehr gesehen.
Ich sprach die Frau vor dem ALDI an. Sie hatte sich NICHT getraut.
Das ist eine schöne Begegnung!