Etwas für Leib und Seele.
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Das ist mein 13. Adventskalender. Ich widme ihn allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen insbesondere für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.
- 4 Eier
- 200 g Zucker
- 250 g Mehl
- 1 Teelöffel gemahlenen Anis
(Aus dem Rezeptebuch meiner Oma.)
Natürlich werden das Plätzchen. Anisplätzchen. Und wer mag, kann einen Teil des Anis durch Sternanis ersetzen (aber dann vielleicht nur die Kerne mahlen). Ich hatte beinahe schon vergessen, daß gerade diese Gewürze, die ich früher nicht mochte, auch zu denen gehören, die für mich den richtigen Weihnachtsgeruch und -geschmack ausmachen …
Dieses Rezept braucht allerdings etwas Geduld.
Zuerst werden die Eier mit dem Zucker schaumig geschlagen. Das Mehl wird nach und nach dazugegeben wie auch der Anis. Es muß ein gleichmäßig luftiger Teig entstehen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech (oder auf einem gut gefetteten) werden aus dem Teig geformte kleine runde Häufchen verteilt. Und nun braucht es Geduld: Denn so muß das jetzt mit einem Tuch abgedeckt eine Nacht ruhen. Erst am nächsten Tag werden die Anisplätzchen bei 150 °C im Ofen so gebacken, daß der Boden leicht gebräunt, obenauf aber alles noch weiß ist – das dauert etwa 40 min.
Die Anisplätzchen brauchen keine Verzierung, keinen Zuckerguß, keinen Schokoladenüberzug. Wenn sie nicht zu lange gebacken wurden, zergehen sie im Mund – am besten zu Kaffee oder heißem Met (nein, nicht MeTT, sondern Met, genau), Tee oder Kakao. Laßt es euch schmecken.
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand22 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür von ganzem Herzen.
P.S.: Gut fand ich am 03.12.2022 ein ausgeräumtes Regalfach (nur Spittel und Kram), grobe Bratwürste mit Sauerkraut, den Glühwein am Abend zuhause.
Die Tageskarte für heute ist II – Die Hohepriesterin.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich habe mir jetzt Mal im Netz ein paar Rezepte angeschaut, weil mir 40 Minuten für Plätzchen viel zu lang erscheinen. Zwischen 15 und 20 Minuten habe ich gefunden. Klingt für mich realistischer.
Kommt wohl auch auf Herd und Temperatur an. Oma hat das als eines der letzten Rezepte aufgeschrieben in dem Büchlein, hat es wohl aus irgendeiner „Westzeitung“ abgeschrieben, denke ich (wer hatte um 1975/80 schon eine Temperaturskala an der Backröhre?).
Oh ja, dann kann ich es verstehen.
Mit den neuen Umluftherd spart man ja an der Temperatur und Zeit.
danke – das werde ich am nächsten wochenende mal ausprobieren – zu mehr backwerk fehlt mir in diesem jahr der antrieb…
dir auch einen schönen zweiten!
Wie Nati schreibt, kann das mit den 40 min viel zu lang sein. Also lieber öfter mal nachsehen — obenauf dürfen sie nicht braun werden.
Oh, wie lecker! Ich kann spüren, wie sie auf der Zunge zergehen. Früher, als Kind und junge Frau mochte ich weder Anis noch Fenchel. Heute liebe ich beides, besonders Anis im Brot. Nur als Getränk bekomme ich es nicht runter. Raki, Ouzo oder ähnliche Alkoholika lassen mich schaudern. Aber die Plätzchen werde ich wie jedes Jahr wieder backen. Allerdings kommen die bei mir immer gleich in den Ofen.
Ich hab die (als Erwachsener) nie selbst gebacken. Aber der Geschmack blieb in meiner Erinnerung — es gibt sie hier auf dem Markt bei einem (!) Bäcker.
Lieber Emil, das Rezept habe ich mir doch gleich mal weggespeichert. Plätzchen gehen hier bei uns immer. Stimmt schon, dass Plätzchen meistens nicht so lange Backzeiten brauchen, aber man kann sie ja beobachten und dann passt das schon.
Danke fürs Teilen und liebe Grüße von der Silberdistel
Dann wünsch ich euch und allen anderen, die sie versuchen, gutes Gelingen und guten Appetit.