Ein nicht zuzuordnendes Geräusch.
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Ich bin seit knapp drei Wochen alleine hier, kenne alles in- und auswendig. Ich habe lange genug für alle Eventualitäten trainiert. Doch da ist plötzlich ein leises Geräusch. Eines, das mit Sicherheit nicht hierhergehört und hier auch nicht sein darf. Pfibb, pfibb, pfibb, pfibb. Ich sehe mich um, suche nach der Ursache. Alles sieht normal aus. Nirgends kann ich eine Abweichung vom vorgesehenen Zustand entdecken. Pfibb. Pfibb. Pfibb. Es ist ein sehr leises Geräusch, aber es ist penetrant. Seit wann höre ich es und wichtiger: Seit wann hätte ich es hören sollen? Ob ich jemanden frage, was es ist, was es sein kann? Ach, wer weiß, wann ich darauf eine Antwort bekäme. Pfibb, pfibb, pfibb, pfibb. Ganz regelmäßig. Ich schalte nach und nach alles ab, das Töne von sich gibt, bis nur noch das fahle Sirren der Ventilation zu hören ist. Und dieses sonderbare, leise, nicht zuzuordnende Geräüsch. Pfibb, pfibb. Ist es möglich, daß hier irgendwo irgendetwas tropft? Nicht wirklich, nein, das klänge doch anders; und es ist physikalisch unmöglich, daß hier etwas tropft. Ich schüttele mit dem Kopf – und das Geräusch ist noch immer da. Hier kann allerdings wirklich absolut nichts zu Boden fallen. Pfibb.
Pfibb. Pfibb. Pfibb, pfibb. Pfibb, pfibb.
Und ich weiß nicht, wo das Geräusch herkommt. Erneut sehe ich mich um. Alles normal. Nirgends wird eine Abweichung signalisiert, kein Alarm wird angezeigt. Alles hier ist im grünen Bereich, wie es so schön heißt. Draußen funkeln die Sterne – pfibb, pfibb, pfibb –; nein, sie funkeln nicht, sie strahlen in konstanter Brillianz. So sah ich sie früher nie leuchten. Ich spitze die Ohren. Oh, ist das Geräusch jetzt verschwunden? Nein, da ist es noch, leise, stetig. Habe ich mich vielleicht gewöhnt an dieses regelmäßige pfibb, pfibb, pfibb, pfibb? Wie lange höre ich das jetzt schon? Ich hebe die rechte Hand und sehe auf meine Armbanduhr aus dem letzten Jahrtausend. Und weiß jetzt, woher das Geräusch kommt, das ich in dieser beinahe asoluten Stille höre. Ich stelle alles, was ich vorhin zur Geräuschminderung abstellte, wieder an. Und dann rufe ich die Bodenstation, um meine Routinemeldung abzusetzen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 08.11.2022 die sprudelnde Phantasie, die vorproduzierte Sendung, Salamibrote mit Senf und kleinen Gürkchen.
Für morgen zog ich die Tageskarte Sechs der Kelche.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Solche Geräusche können einen wirklich „wahnsinnig“ machen.
Erstaunlicherweise höre ich, trotz meines Alters, noch immer recht hohe Töne und nehme dadurch manches Mal Geräusche wahr, die kaum jemand mitbekommt.
Aber es lässt einen keine Ruhe, bis man endlich feststellt woher es kommt.
Kannst auch Du Fledermäuse hören?
Ich habe mal nach dem Geräusch auf YT gesucht.
Klingt wie Außerirdische. Lach…
Bewusst habe ich es in der Natur noch nicht wahrgenommen.
Du?
Einige kann ich noch hören (bis knapp über
1719.5 kHz) …Welchen Wert ich noch hören kann, weiß ich nicht.
Es wurde bei einem Hörtest festgestellt und erklärte mir so einiges.
Eigentlich verliert man im Erwachsenenalter diese Fähigkeit.
Dafür kann ich ganz tiefe Töne nicht richtig wahrnehmen.
Hier. Zum Testen:
https://yewtu.be/watch?v=uqzQhVhbqFk
Danke dir, werde ich über dem PC testen.
Es scheint im www nichts zu geben was es nicht gibt.
Davon gibt es noch viel mehr, vielleicht auch bessere Varianten.
Mein Jüngster nahm ab 12 etwas wahr, ich ab 19.
Das Hören ist allerdings auch Zeitabhängig.
Morgen nimmt man mehr als, als Tagsüber wenn der Tageslärm in einem steckt.
Ich danke dir Emil.
Salamibrote mit Senf und kleinen Gürkchen. Ach wie vertraut