Ein kleiner Fehler und eine größere Verspätung.
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Als ich heut' begann, meinen Adventskalender vorzubereiten, fiel mir ein Fehler auf. Die Zahlen, die ich zur eindeutigen Identifizierung meiner Artikel nutze, stimmen seit dem 7. Juli 2022 nicht mehr. Da hab ich doch am 06.07.2022 den 187. Beitrag dieses Jahres veröffentlicht – und am 07.07.2022 nocheinmal einen Beitrag als den 187. gezählt! Was nun? Alle einhundertundfünfundzwanzig seither veröffentlichten überarbeiten, korrigieren? Das ist sehr viel Handarbeit für mich. Oder ertrage ich es, die Fehler offen sichtbar stehenzulassen? Wahrscheinlich hat es sowieso niemand bemerkt, daß ich mich vertippt habe, sonst hätte doch jemand mich darauf aufmerksam gemacht, im Juli, oder? — Da ich das sowieso nicht so schnell korrigieren könnte, wie ich das am liebsten täte (ja, ich schäme mich für einen so offensichtlichen Fehler), laß' ich es so, wie es ist. Es bleiben 125 falsche Überschriften und Links, wie sie jetzt sind. Einen anderen, nicht öffentlich sichtbaren, aber im Quelltext auffindbaren Fehler habe ich schon nach zwei Beiträgen bemerkt und korrigiert. Aber dessen Berichtigung hatte auch keine Auswirkung auf die Erreichbarkeit der Texte.
In diesem Jahr bin ich außerdem ziemlich spät dran. Die Arbeit an den früheren Adventskalendern begann ich zumeist schon im August oder September: Da war das HTML-Quelltext-Template fertig, da waren die Zahlen (s. o.) in einer Tabelle eingetragen. Und von da an notierte ich nach und nach Ideen für die einzelnen „Türchen”; es entstand wohl auch schon der eine oder andere fast fertige Beitrag. In diesem Jahr habe ich erst heute damit angefangen, viel zu spät für mein Gefühl, viel zu spät für meine Versagensangst (ja, die hab ich auch nach zwölf Jahren täglichen Veröffentlichens noch, weshalb ich das auch noch nicht aufgeben kann). Das heißt auch, ich werde gegen den Kalender anschreiben müssen …
Oder: Traue ich es mir zu, in der gesamten Adventszeit erst am Tag vorher etwas zu erschaffen oder herauszusuchen, das dann am Morgen im Türchen zu sehen sein wird? Das schaffe ich ja außerhalb der Adventszeit jeden Tag, nur selten habe ich Texte für mehrere Tage auf Vorrat schreiben können. Also insgesamt knapp 4000 Mal gelang mir das spontane Kreieren des täglichen Beitrags. Seit Beginn der Bloggerei bei WordPress ist das heute hier in diesem Blog der 4386., und seit Jahresbeginn eben der 313. Eintrag, der auf den falsch numerierten vorhergehenden folgt. Und ganz ehrlich: Es gibt ja noch andere Blogs, die ich füttere. Wenn ich alle Beiträge zusammenzähle, dann bin ich bei über 6000 Artikeln (gut, manchmal sind es auch nur Bilder gewesen oder ein Zitat).
Hm. Ich habe noch knapp zwei Wochen Zeit, in denen ich mich für die eine oder andere Art Adventskalenderschreiberei entscheiden … Ach, es wird heuer wohl eine Mischform werden mit überwiegend ungeplanten Sachen.
Aber dieser Verzähler beim Durchnumerieren, der fuchste mich heute schon.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 09.11.2022 die Ruhe, die Entscheidung zu einem gefundenen Fehler (s. o.), die Vorbereitung auf die Adventszeit.
Für morgen zog ich die Tageskarte II – Die Hohepriesterin.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ach, Emil… Ist es Dein Dir eigener Perfektionismus, der Dich so umtreibt? Deine Blogs sind doch Dein Hobby, Dein Steckenpferd, und nichts und niemand zwingt Dich dazu, jeden Tag etwas zu schreiben. Nicht einmal im Adventskalender muss hinter jedem Türchen Tiefsinniges sein. Denk dran: das Internet ist für Katzenbilder gemacht…
Entspann‘ Dich und lass es ruhig angehen.
Herzlichen Gruß von Richard
Der Perfektionismus? Hm … Naja, und die therapeutische Wirkung.
Mit Perfektionismus kenn ich mich aus. Ich sag nur Burn-Out. Und Zwangsstörung. Der Kipppunkt zwischen hilfreich und schädlich kann winzig sein.
Ich verstehe dich gut. Hoffentlich kannst du es für dich als Übung in Unperfektseindürfen akzeptieren, das wäre fein.
Deine Followis sind zu unperfekt, um es gemerkt zu haben.
Ich wünsche dir Gelassenheit und Mut.
Außerdem ist der Inhalt viel wichtiger als der Titel.