Erlebnis eines Unbekannten im Kurzurlaub.
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Bah. Wäh. Der Regen war ja nicht schlimm, ich hab ihn sogar begrüßt nach dieser langen Trockenheit. Auch wenn er für die Natur fast schon zu spät kam, jetzt im Herbst. Getanzt hab ich gestern Abend auf dem Platz in diesem Regen, ehe ich wieder ins Zelt kroch. Aber jetzt, jetzt … Jetzt bereue ich das. Denn regnet es immernoch und meine Jeans ist noch feucht, das Hemd ist noch feucht, die Schuhe sind noch feucht. Alles ist feucht. Und für die drei Nächte hier habe ich nicht mit Regen gerechnet. Dementsprechend wenig Wäsche zum Wechseln mitgenommen. Es wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als entweder den ganzen Tag im Zelt zu bleiben, im Schlafsack vielleicht und zu lesen, oder aber in die feuchten Sachen zu steigen und wieder hinauszugehen in den jetzt fallenden Landregen. Und morgen? Im Regen abbauen, alles einpacken und durchnäßt oder in feuchter Kleidung zum Zug dackeln. Nun, vielleicht trocknen ja wenigstens ich und die Jeans und das Hemd in der Bahn. Und hoffentlich hol' ich mir keinen Männerschnupfen.
Aber erstmal muß ich raus aus dem Zelt. Und wenn ich vom Sanitärgebäude zurückkomme, mach' ich mir Kaffee. Vielleicht sind dort die Heizungen in Betrieb? Dann werd ich eben später zwei oder drei Stunden dort verbringen und hoffen, daß mein Zeug dort trockener wird. Oder opfere ich doch die drei Euro und nutze einen der Wäschetrockner, die dort stehen? Das entscheide ich nach dem Kaffee.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 15.09.2022 die sprudelnden Geschichten, alles gepackt zu haben, die Entspannung in der Badewanne.
Für morgen zog ich die Tageskarte Drei der Stäbe.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Sehr beeindruckt bin ich immer wieder von jenen Plätzen auf unserer Welt, die völlig öde und kahl sind, ohne jedes Pflänzchen leblos wirken und doch nach intensivem Regen wieder zu strahlender Lebendigkeit erblühen! Insofern ist Regen niemals Verschwendung, aber er kann leider zur Gefahr werden, wenn das Erdreich das Wasser nicht mehr aufnehmen kann.
Ich will hoffen, dass sich der Unbekannte keinen Männerschnupfen holt 🙂
Liebe Grüße!
Das fragile Gleichgewicht ist gestört, nachhaltig gestört. Allerdings ist das nicht die Nachhaltigkeit, die für das Überleben der Menschheit notwendig wäre.