Ein gebräuchliches Wort bleibt mir unvorstellbar.
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Nutzt ihr dieses Wort? Zeitfenster? Oder ist das bei euch auch ein Zeitraum geblieben? Wobei ja auch das schon ein sehr sonderbares Wort ist für etwas, das eben nicht Raum ist, sondern ein Abschnitt, ein Teil des Zeit„ablaufs”.
Läuft Zeit ab? Ist Zeit denn etwas Kontinuierliches, immer ununterbrochen Fortgesetztes? Oder ist die Zeit etwas immer und überall Feststehendes, durch das sich der Raum mit allem was darinnen ist hindurchbewegt? – In der Physik wird gerade erforscht, ob Zeit tatsächlich immer und überall ein Kontinuum bleibt oder ob auch bei der Zeit irgendwann irgendwo eine Quantelung festgestellt werden wird, ob es also kleinste mögliche Zeitunterschiede gibt (vielleicht unterhalb der Planck-Zeit).
Ist Zeit wirklich kostbar und/oder Geld, wie es heißt? Wieso? Es hat niemand mehr als 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Und das, was zu Geld gemacht wird, ist doch nicht wirklich die Zeit. Oder? Und kostbar ist das, was entsteht und geschaffen wird, selbst wenn am Ende „nur” eine Erinnerung bleibt, ein Foto, ein Bild, ein Satz. Oder?
Einen Raum-Zeit-Kegel in der Raumzeit, den sogenannten Ereignishorizont, kann ich mir vorstellen. Ein Fenster im Raum, in meiner erlebbaren Welt, das erlebe ich täglich. Ein Fenster in der Zeit allerdings … Zeit ist für mich sowieso eines der sonderbarsten Phänomene meines Alltags, eines der unbegreiflichsten Dinge dieser Realität. Als Raum-Zeit aber kann ich es noch als gegeben akzeptieren. Aber nur die Zeit alleine ist … extrem phantastisch.
Es ist für mich tatsächlich ein Wunder, daß Menschen solche Dinge zu denken in der Lage sind, daß ich eine für vieles ausreichende Phantasie habe.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 22.08.2022 den Honigtoast zum Frühstück, eine Stunde Draußensein, die Spiegeleier mit Speck.
Für morgen zog ich die Tageskarte Sieben der Kelche.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ganz profan ist das Zeitfenster einfach eine Zeit X, in der sich ein Fenster öffnet und in dieser Zeit, nur in dieser, kann oder muss eine Sache geschehe, danach schließt sich das Fenster wieder. Aus der Raumfahrt kenne ich dieses Wort.
Wenn ich es aber anders sehe, dann ist es ein Fenster in der Zeit, durch das ich andere Zeiten betrachten kann, Multiversen vielleicht. Ein Wort, das gut in die SciFi-Szene passen könnte.
In der Raumfahrt ist eher „Startfenster“ gebräuchlich.
Die Idee SciFi ist gut!
Es gibt auf Arte eine vierteilige Dokumentation „Der Stoff, aus dem der Kosmos ist“. Da geht es um Raum und Zeit, um neueste Erkenntnisse in der Physik und vieles, was wir eben noch nicht wissen. Es ist interessant.
Wie wir in der Alltagssprache mit dem Begriff Zeit umgehen, ist eine andere Wiese. Ich habe zum Beispiel eine Stunde am Tag die Möglichkeit, mit meiner Tochter am anderen Ende der Welt zu kommunizieren. Das ist die Stunde, wenn bei ihr Morgen ist, sie ihr Kindchen in den Kindergarten geschafft hat und sich fertig macht für die Arbeit. Wie ich das nun nenne, ist wahrscheinlich egal.
Und ab Januar muss ich dann sehen, wann ich meine Leute hier errreiche.
Gruß von nebenan.
Ob Fenster oder Raum: Solche Bilder sind Hilfskonstrukte, Kompromisse. Ich nutze beide. Oder auch einfach „ich habe Zeit von x bis y“. Ganz viele sehr komplexe Dinge brechen wir auf Bilder herunter, die uns vertraut sind. Ich vermute, dass wir das Einfache brauchen ob all des Komplexen in dieser Welt.
Ich weiß auch nur, dass Raketenstarts ein bestimmtes Zeitfenster nutzen müssen, um die gewünschte Bahn zu erreichen, weil das von so vielen Planeten abhängt, die ihre Kräfte darauf ausüben. – Ja, auch in der SF-Literatur wird das Wort benutzt.
Grüße aus bad Homburg