Mittendrin und dennoch weithin ignoriert oder ungesehen.
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Zwischen Erzgebirge und Thüringer Wald. Fast eine Liebeserklärung für diesen Landstrich „dazwischen”. Zwischen Sachsen und Böhmen und Franken und Thüringen, dieses Land der Vögte: Es wurde sintemalen benannt nach den vier in diesem Gebiet herrschenden Vögten von Weida, Greiz, Plauen und Gera. Der Name „Vogtland” tauchte dann erstmals 1343 auf. Übrigens gehört auch die Stadt Hof zum Vogtland. Die Teile des Landstrichs werden als Thüringisches, Sächsisches, Fränkisches und Böhmisches Vorgtland bezeichnet – aber das Vogtland verbindet seine Bewohner miteinander über die heutigen Grenzen hinweg.
Es gab Zeiten, da waren viele Dörfer im Vogtland der DDR für die meisten Menschen nicht erreichbar, weil sie im sogenannten Grenzgebiet lagen. Über die Restriktionen, die in solchen Gebieten herrschten, gibt es genug Erzählungen, damit langweile ich euch nicht. Allerdings sorgte die Abgeschlossenheit dafür, daß dort lange Zeit eine ursprüngliche Natur erhalten bliebund auch jetzt noch gefunden werden kann.
Und so ist das Vorgtland eine Region, die zu Besuchen einlädt: mit Burgen und Schlössern, mit Wäldern und Gewässern, mit der weltgrößten Ziegelsteinbrücke und mit Tälern und Höhen. Es gibt Flecken dort, die stehen stehen bekannteren Zielen in nichts nach. Selbst die Einsamkeit, die manche auf Almen zu finden hoffen, kann im Vogtland gefunden werden. Es gibt viele gute Wanderstrecken und viele (mehr oder weniger legale) Badegelegenheiten dort. Und der Musikwinkel ist noch heute, ist heute wieder ein international bedeutendes Zentrum des Musikinstrumentenbaus.
Der spezielle Vogtländische Dialekt – vielleicht besser die Vogtländischen Dialekte mit ihrer melodischen Sprachführung (es hieß und heißt, viele Vogtländer „singen”), die scheinen wie so manch andere Dialekte und Mundarten mehr und mehr zu verschwinden oder bereits verschwunden zu sein. Zumindest hörte ich heute in Mylau kaum noch etwas davon.
Vielleicht sollten die Menschen nicht immer nur durch- oder daran vorbeifahren auf den Autobahnen A4 und A9.
Die Links habe ich heute weggelassen. Bei Wikipedia ist das Vogtland leicht zu finden, und vor der Seite des Vogtland-Tourismus muß ich warnen: Die plärrt beim Aufrufen laut los und der Ton erklingt jedesmal, wenn auf die Startseite zurückgekehrt wird.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 16.04.2022 (entschuldigt bitte deren verspätete Eintragung) der heiße Kaffee am Morgen, viele interessierte und interessante Menschen, eine extrem leckere Thüringer Roster.
Für morgen zog ich die Tageskarte Ass der Stäbe.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Hach, mein Prof und späterer Chef kam von da. Wenn er richtig gute Laune hatte, fing er an zu singen: „Ich bin e Vuchtländer …“ Seine Heimatverbundenheit nach einem fast ganzen Leben in Leipzig fand ich immer erstaunlich und auch bewundernswert. Und seine Gesänge sorgten immer für viel Spaß.
Ins Vogtland möchte ich unbedingt noch mal fahren, einfach, weil es da schön ist.
Wenn ich mal wieder ein Auto habe … Ich fahr mit Dir gern mal an DIE Talsperre!
Bin in Greiz aufgewachsen – der Perle des Voigtlandes.
Viele Spaß noch in Mylau!
Ich bin heute wieder durchgefahren durch diese schöne Stadt. Wollt aber „nur noch“ nach Hause und nahm mir nicht die Zeit, mich wenigstens ein kleines bißchen umzusehen …
Irgendwann aber seh‘ ich mir auf alle Fälle das Obere und das Untere Schloß an!