Eine Gesprächsszene.
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Nach einer Weile saß er noch immer daneben, hatte die Ohren aber „auf Durchzug” geschaltet. Hin und wieder brummelte er etwas in seinen nicht vorhandenen Bart. Die alte Frau erzählte weiter. Ihr schien es nichts auszumachen, daß er sich nebenbei mit dem Smartphone in seinen Händen beschäftigte. Sie aber sprach zu einem Menschen, zu einem anwesenden Menschen – und nicht wie sonst zu ihren Blumentöpfen oder zur vor drei Jahren schon verstorbenen Katze, die ihr irgendwann einmal zugelaufen und dann bei ihr geblieben war. Er saß neben ihr und sie sprach zu ihm. Zwar kannte er all die Geschichten, die sie erzählte, schon längst auswendig, doch sein „Ach so.” war nötig, immer wieder nötig, um den Erzählfluß weiter aufrechtzuerhalten. Und sie, sie sprach wegen dieser wenigen Worte seinerseits nicht nur zu ihm, sondern mit ihm. Die alte Frau sprach mit einem Menschen, mit einem anwesenden Menschen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 30.03.2022 das Ausschlafen (auch wenn es länger als gedacht dauerte), die gepackte Kiste, etwas endlich Repariertes.
Für morgen zog ich die Tageskarte Königin der Schwerter.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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