Und wer war dran schuld? Diesmal wirklich ich.
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In meinem Rucksack ist ja immer (egal ob unterwegs oder zuhause) irgendwelches Schreibzeug. Stift(e) und ein Collegeblock A5, eine kleine Blanko-Kladde für Stricheleien; und – wenn ich unterwegs bin – zusätzlich eben auch noch meine Immerdabeikladde und Füllfederhalter. Es gibt nämlich für mich immer etwas aufzuschreiben, mitzuschreiben, festzuhalten. Und aus dem Collegeblock reiße ich die beschriebenen Seiten heraus, sobald ich zuhause bin, denn das, was darauf geschrieben steht, will ja irgendwie verarbeitet werden, landete ja aus Gründen nicht in der Kladde.
Heute Abend wollte ich wieder etwas niederschreiben in diesem Bock, eine Adresse und eine Telefonnummer. Rucksack auf, Block heraus und: Zwischen Deckel und Rücken war kein einziges Blatt mehr zu finden. Ja, stimmt, die letzten beiden hatte ich am Donnerstag beschrieben und herausgetrennt. Und gestern wollte ich Ersatz kaufen. Doch irgendetwas oder irgendwer hat mich abgelenkt, so daß ich das eben vergaß, Den ganzen College-Block vergaß. Auch heute dachte ich nicht daran, erst vorhin bemerkte ich das Fehlen wieder.
Was für ein Glück, daß ich Briefpapier mitgenommen habe. So konnte ich mir aus zwei Blatt von diesem acht postkartengroße Notizzettel reißen, die jetzt als Loseblattsammlung zwischen Deckel und Rücken des leeren Blockes auf das Beschriebenwerden warten. Nun, zuhause, das weiß ich, liegen noch mehrere solche Blöcke, von denen einer schleunigst in meinen Rucksack wandern wird. Denn ein blattloser Block ist nicht besonders sinnvoll und für mich etwas, das am Rand zur Katastrophe entlangschrammt.
Im Gegensatz dazu mag ich bei Bäumen und anderen Pflanzen auch deren blattlose Gestalt, weil dann in der Regel Winter ist und ich den Winter eben liebe.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 20.11.2021 waren positiv der freche Bube beim Bäcker (ich mußte mir das Lachen heftigst verkneifen), daß einige meiner alten Bücher von früher eingepackt sind und mit heimfahren, Kuchen (!) zum Abendessen (!).
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Münzen (demütig neue Situationen annehmen und auf mich Zukommmendes akzeptieren).
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Bitte erzähl, was der „böse Bube“ beim Bäcker tat oder sagte!?
Kindermund (heute beim Dorfbäcker gehört)
„Papa, wenn ich groß bin, will ich so alt werden wie du. Aber nicht so alt aussehen wie du!“
Danke. Lach. Böse finde ich es eher nicht, sondern sehr „wahrhaftig“ wie Kinder nun mal sind, bevor sie beigebracht kriegen, was „man“ sagen kann und was nicht…
Nun, ich nannte ihn auch „nur“ frech …
„Kindermund tut Wahrheit kund.“