Vielleicht las ich etwas von ihm im Eulespiegel.
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Visionäres
Wolfgang Funke ( ∗ 1937 – † 2009 )
Ein Baum, der fern vom Straßenrand
auf kuhbesetzter Weide stand,
erhielt von seinen blechgespickten
und reihenweise umgeknickten
Kollegen von der Straßenzunft
zur Jahreshauptzusammenkunft
am ramponierten Asphaltsaum
den Titel »Überlebensbaum«.
Wolfgang Funke, Monika Fehlberg: Musenklänge. Brusttöne der Überzeugung. S. 47
1. Auflage © 1982 VEB Lied der Zeit, Musikverlag Berlin (DDR)
Lizenz-Nr. 419-440 A10/82 · LSV 7009 · Bestell-Nr. 5211370
Ein Büchlein in grünem Einband, fast so klein als eines der neuesten Reclam-Heftchen. Mit Texten und ein paar Notensätzen für das eine oder andere Lied. Sehr viele wunderbar satirische Gedichtlein, die auch ohne DDR-Erleben funktionieren, heute noch „gültig” sind. Ab und zu werde ich weitere Zitate daraus zeigen. Aber bis eben, bis ich dieses Büchlein einem der HuSuB nahm, war mir Wolfgang Funke unbekannt, der Schriftsteller und Satiriker, der laut seinem kurzen Wikipediaeintrag auch für den Eulenspiegel schrieb. Und vielleicht las ich vor vielen, vielen Jahren doch schon eines seiner Werklein.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 01.11.2021 war ich zufrieden mit der erledigten Hausarbeit, mit einem in nur einem Tag ausgelesenen Reclambüchlein (B. Brechts „Flüchtlingsgespräche” – falls ich das oder auch den gestern beendeten Krimi jemandem zuschicken darf, bitte schnell bei mir melden, sonst landen die am Donnerstag im öffentlichen Bücherregal), mit der selbstgekochten Gehacktesstippe.
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Schwerter (auf verborgene Absichten achten).


Ich kannte Wolfgang Funke nicht, jedenfalls kann ich mich nicht erinnern. Fein, dass du aufmerksam machst. Wer weiß, wenn mir der Name mal wieder unterkommt, dann fällt mir vielleicht ein, dass da doch schon mal was war.
Ich lese gerade Gedichte von Gisela Steineckert und finde die ziemlich traurig.
Grüße von nebenan.
PS: Ihr habt eine gute Ausstellung in eurer Moritzburg. Die würde ich mir für Leipzig auch wünschen.
Steineckert-Gedichte waren oft schwermütig (nicht unbedingt die von ihr geschaffnen Liedtexte), melancholisch.
Ich kann Dir das kleine Funke-Büchlein bald zuschicken, wenn Du magst.
Ja, Willi Sitte ist grad. Will ich mir noch ansehen.
Ich grüße die Balkongärtnerin 😉
Zu Sitte wäre ich auch gerne gegangen. Mit Fridolin kann ich nicht Bahnfahren. Mit dem Rollstuhl schon. Der wird gerade aufgerüstet.
Über das Büchlein würde ich mich freuen. Ich weiß auch nicht, wieso ich es gerade so mit Gedichten habe. Ich „wühle“ auch gerade gerne in der Klassik herum, weil mir die Sprache so gefällt.