Mein Denkicht wieder: Unwissend bin ich.
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Ich weiß nicht, ob ich als Kind nur wegen der geringeren Körperhöhe näher an der Natur war als heute. Oder ob heutzutage etwas existiert, das mich davon abhält, in der Natur zu sein. Der Natur realiter nah zu sein wie in Kindertagen. (Etwa dieses Internet!?) Oder trage ich als Erwachsener »einfach nur« meine Nase zu hoch? Sehe ich deshalb statt der Natur um mich herum nur noch das Blau oder Wolkengrau des Himmels? Liegt es daran, daß ich mich zwar noch immer ganz einfach auf den Boden werfen, aber nicht mehr ohne Schwierigkeiten vom Boden wieder hochkommen kann?
Ich weiß es nicht. Wer kann mir Auskunft geben?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am Freitag, den 13.11.2020, in dieser Art völlig unerwartete Post, einige beschriebene Seiten, die Zeit in der Badewanne.
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Münzen.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Diese Frage kannst nur du allein beantworten, lieber Emil! Ein Blick auf den Waldboden oder den Wiesengrund sollte dir doch gelingen, oder? ;o)
Vielleicht liegt es daran dass du aus deiner Wohnung stehts in den Himmel schaust.
Würdest du im Erdgeschoss wohnen würdest du vielleicht täglich mehr Grün sehen.
Ganz sicher ist der neunte Stock nicht Ursache dafür. (Nein. Ich bin oft genug unten, oft genug gleich im Wald nebenan …)
Ich meinte damit nicht dass du zu wenig draußen bist.
Es ist vielleicht die Sicht die du aus dem Fenster hast.
Vielleicht schaust du deswegen eher Richtung Himmel als auf den Boden.
Ich verstehe das nicht ganz. Du bist viel an der Saale, im Wald hast du nach Pilzen geschaut und Stecken geschnitten. Ich kann mich auch noch an deine feine Art Holz zu stapeln erinnern. Ich denke, du hast dir viel bewahrt.
Und doch fühle ich mich der Natur nicht mehr so nah wie als Kind …
Da hilft das viele Bewahrte nicht.
So wie als Kind sehe wir es sowieso nicht mehr. Ich war neulich Zuhause und war enttäuscht, wie klein der Pflaumenbaum ist, den wir als Kinder immer geplündert haben. Der erschien mir damals riesig und ich fühlte mich als Held, weil ich da hinauf kam.
Eine ganz starke Naturverbundenheit erlebte und fühlte ich damals, als ich mit den Schafen unterwegs war. (Ich sollte das wirklich mal aufschreiben.)
Diese Naturverbundenheit lohnt sich zu suchen. Du hast noch Zeit, sie zu finden.
Ich denke, die Antwort könnte lauten: Du bist kein Kind mehr. Aber auch als großer Mensch kannst Du der Natur nahe sein, vielleicht nur anders? Vielleicht interessiert Dich das Oben gerade mehr als das Unten?
Auskunft kann dir im Prinzip jeder geben, aber es muss nicht passen. Was vermisst du? Was willst du von der Natur. Meinst du nicht, dass du die Natur zu hoch hängst? Deinen Seelenfrieden, den großen natürlichen Frieden wirst du nur in dir selbst finden – egal wo du suchst, ob im Museum, Wald oder in deinen kleinen Zuhause!
Wir verlernen vieles im Leben – auch weil uns über viele Jahre hinweg das falsche beigebracht wurde.